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INHALTSVERZEICHNIS
Impressum
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IMPRESSUM
Uwe Schwenker und Andreas Thiel - Das große Saisoninterview
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HBF Rexel Super Cup: alle Finals & Titelträger
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HERAUSGEBER: Opel HBL
Rexel Super Cup: alle Finals & Titelträger
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REDAKTIONSLEITUNG: Daniel Mayr, Leiter Content & Redaktion REDAKTION: Daniel Mayr, Tim Andler, Björn Pazen, Chiara Lefenau, Alessandro Aiello, Lynn Kummer FOTOS: Opel HBL, Alsco HBF, DHB, Imago, Wolf, Klahn, Schulze GRAFIK/LAYOUT: Satzkontor CICERO Cordes GmbH, Glücksburg Rainer Cordes cordes@cicero-mc.de
Die Geschichte des Rexel Super Cup
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HSG Blomberg-Lippe: Kader, Club und Interview
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Borussia Dortmund: Kader, Club und Interview
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SC Magdeburg: Kader, Club und Interview
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Füchse Berlin: Kader, Club und Interview
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Die Besten der Saison – Ausgezeichnet beim Rexel Super Cup
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Alsco HBF: Rennen um die Schale mit vielen neuen Gesichtern
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Opel HBL: Neuer Name, neuer Ball und viele neue Gesichter
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WM 2027 in München: Sechs Tage Handballfeste
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Sporthilfe-Talente beim Rexel Super Cup
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Der Rexel Super Cup eröffnet ein außergewöhnliches Jahr
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Handball Performance Index: Neue Saison, verbesserter HPI!
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„Hand aufs Harz“ erstmals als Live-Event auf der Bühne
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Noch näher dran mit START7 und dem HBL-Tippspiel
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HG München: Mit einer klaren Vision langfristig nach oben
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UWE SCHWENKER UND ANDREAS THIEL: „DASS M FRAUEN GEMEINSAM SPIELEN, HAT SICH ABSOLUT
Das große Interview mit den Liga- Präsidenten: Uwe Schwenker und Andreas Thiel sprechen über den Re- xel Super Cup, die Entwicklungen im deutschen Handball, die kommenden Saisons in ihren Wettbewerben und die gemeinsame Vorfreude auf die Heim-WM 2027. Der Rexel Super Cup ist zurück in Mün- chen – wie war Ihre Bilanz der Premiere im SAP Garden im Vorjahr? Uwe Schwenker: Das war eine tolle Veranstaltung mit einer klasse Außen- wirkung. Der Super Cup in München kam überall sehr gut an und war ein Beleg für die tolle Zusammenarbeit von HBL und HBF. Dass Männer und Frauen gemeinsam spielen, hat sich absolut bewährt und der SAP Garden ist die modernste Halle Europas, da macht es Spaß zu spielen. Den Rexel Super Cup als Doppelveranstaltung für Frauen und Männer zu organisieren, war defi - nitiv der richtige Schritt. Andreas Thiel: München war im Vorjahr ein unglaubliches Erlebnis für unse-
re Spielerinnen, die ja nicht so oft vor mehr als 10.000 Fans auflaufen. Diese Aufmerksamkeit und Wertschätzung macht den Saisonauftakt für die HBF zu etwas ganz Besonderem, daher geht unser Dank auch an Uwe und die HBL. Ist der Rexel Super Cup sportlich schon eine Standortbestimmung – oder ist es dafür zu früh? Andreas Thiel: Ich glaube im Falle der HBF es ist noch recht früh. Aber: es ist das Re-Match um die Meisterschaft und es gibt einen Titel zu gewinnen. Einer, der vielleicht nicht so große Wertigkeit wie eine deutsche Meister- schaft hat, aber es ist ein Titel. Ich gehe davon aus, dass es genau wie in der Fi- nalserie auch in München 60 spannen- de Minuten geben wird. Uwe Schwenker: Ich glaube schon, dass es bei uns eine Standortbestim- mung ist. Jedes Spiel zwischen Magde- burg und Berlin hat seinen besonderen Reiz, genau wie zum Beispiel Duelle zwischen Kiel und Flensburg. Egal, in welchem Wettbewerb: dieses Spiel
willst du einfach nicht verlieren. Ich freue mich total auf dieses Duell mit Strahlkraft. Zur anstehenden Saison: Werden Meis- ter Blomberg und Pokalsieger Dort- mund in der neuen Saison die großen Favoriten sein? Andreas Thiel: Für mich ist Dortmund der Favorit. Ich bin sehr gespannt auf die interessante Konstellation mit Kay Rothenpieler als neuem Trainer, mit ihm habe ich früher in der Na- tionalmannschaft zusammengespielt. Blomberg ist natürlich auch in dieser Rolle. Beim Thüringer HC und den Fla- mes aus Bensheim/Auerbach gab es je- weils sehr viele Wechsel, da muss man sehen, ob nach dieser Durchmischung des Kaders noch der Standard der Vor- saison gehalten werden kann. Wie groß wird in der Opel HBL das Feld der Magdeburger Meisterjäger in der neuen Saison sein? Uwe Schwenker: Ich denke, Gummers- bach wird eine wichtige Rolle spielen.
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MÄNNER UND T BEWÄHRT“
Der THW Kiel kann sich ohne internati- onale Belastung ganz auf die Liga kon- zentrieren, hat allerdings das Problem, dass durch weniger Spiele auch die Spielanteile des großen Kaders verteilt werden müssen. Da bin ich gespannt, wie Börge Lund sich entwickelt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Spitze immer breiter geworden ist – und das wird in der neuen Saison nicht anders sein. Es wird wieder sehr spannend. Die HBL hat mit Opel einen neuen Na- menssponsor. Wie sehen Sie diese Partnerschaft, auch mit Blick auf die Zusammenarbeit von Opel, HBL und DHB? Uwe Schwenker: Eine Marke wie Opel ist ein Gewinn für die Liga und den DHB. Wir hatten zuvor mit Daikin einen sehr verlässlichen Namenssponsor, aber der Markt für Wärmepumpen hat sich in Deutschland radikal geändert. Der Einstieg von Opel in den Handball war eine bewusste Entscheidung, weil das einfach passt. Wir haben Reichweite, sind in ganz Deutschland vertreten und sind nahbar, genau wie Opel. Wir als Liga werden von dieser Partnerschaft definitiv profitieren. Und die Tatsache, dass mehrere Firmen Interesse am Na- menssponsoring der HBL hatten, zeigt auch, wie attraktiv wir sind. In der Alsco HBF gibt es ein Play-Off- System. Wie wichtig war diese Modus- änderung auch für das öffentliche Inte - resse an der Liga? Andreas Thiel: Unter den Clubs gibt es zwar auch andere Stimmen, aber ich bin mir sicher, dass wir die Play-Offs beibehalten müssen. Wir hatten in der Vorsaison eine wirklich gute Play-Off- Runde mit einer überragenden und hochgradig spannenden Finalserie. Das macht sich auch in den Übertragungs- Reichweiten bemerkbar. Zur Saison gehörte auch WM-Silber der Frauen-Nationalmannschaft. Wie wichtig war dieser Erfolg für die Attrak- tivität der Liga? Andreas Thiel: Durch die Livespiele
HBL-Präsident Uwe Schwenker
HBF-Präsident Andreas Thiel
in ARD und ZDF hat der Frauenhand- ball bundesweit für Interesse gesorgt. Für jeden Sport ist es von riesiger Be- deutung, wenn du in den Öffentlich- Rechtlichen gezeigt wirst. Sportlich gesehen hat sich die Mannschaft toll verkauft. Der Turnierbaum bis zum Viertelfinale war günstig, aber dann im Halbfinale Frankreich zu schlagen und im Finale die erste Mannschaft zu sein,
die Norwegen Paroli bieten konnte – davor ziehe ich den Hut. Für die EM im Winter muss das Halbfinale wieder das Ziel sein. Zum Thema Livespiele: Die HBL-Part- nerschaft mit Dyn wurde langfristig bis 2032 verlängert. Wie wichtig ist eine solche Plattform für den gesamten Handball?
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Chance, sich zu beweisen. Die Klubs haben verstanden, wie wichtig die ei- gene Nachwuchsförderung ist und auf deutsche Spieler zu setzen. Vor einigen Wochen wurde die weib- liche U20-Nationalmannschaft Welt- meister. Können diese Talente in der HBF die Plätze einnehmen, die durch den Weggang einiger Stars nun frei sind? Andreas Thiel: Das ist definitiv eine gute Generation, wir haben Riesenta- lente. Ich hoffe, dass diese Spielerin - nen ihre Spielzeiten in der 1. Liga er- halten. Wenn sie in der HBF Fuß fassen, sind da einige Kandidatinnen für Frau- en-Bundestrainer Markus Gaugisch dabei. Was uns stolz macht: alle diese Spielerinnen wurden in unseren Klubs ausgebildet, so schlecht kann die Liga also nicht sein. Was die Wechsel ins Ausland betrifft, haben diese einen zentralen Grund: das Geld. Wir müs- sen noch mehr Kohle in den deutschen Frauenhandball bringen, dann können wir solche Spielerinnen künftig auch halten. Trotz aller internationaler Stars – wie wichtig sind die Erfolge der National- mannschaft für die HBL, was Medienin- teresse und Zuschauerzahlen betrifft? Uwe Schwenker: Die Nationalmann- schaft ist immer die Lokomotive für den Sport und wenn man sich die ak- tuelle Mannschaft anschaut, ist sie noch nicht am Ende ihrer Entwicklung. Deswegen freuen wir uns alle so auf die Heim-WM 2027 und die Turniere 2029 und 2032, die wir mit Frankreich ver- anstalten. Wir sind jetzt hinter Däne- mark auf einem Niveau mit Frankreich, aber dahinter kommen immer mehr Topnationen wie Portugal, Schweden oder Kroatien. Da darf man sich nicht ausruhen. Und was kann Deutschland bei der Heim-WM sportlich erreichen – end- lich einmal ein Finale gegen Dänemark gewinnen? Uwe Schwenker: Ich freue mich, wenn die Mannschaft ins Halbfinale einzieht, dann sehen wir weiter. Andreas Thiel: Wäre Justus Fischer nicht ausgefallen und hätte Tom Kiesler nicht die frühe unberechtigte Rote Karte erhalten, wäre Dänemark schon im Januar reif gewesen. Mit der Achse Andreas Wolff, Julian Köster und Johannes Golla wird diese Mannschaft am 31. Januar 2027 im WM-Finale ste- hen.
Uwe Schwenker: Wir haben seiner- zeit auf ein Start-up gesetzt und da- bei speziell auf die Person Christian Seifert. Das war vielleicht eine mutige Entscheidung, aber sie hat sich mitt- lerweile absolut bewährt. Die Klubs und die Fans sehen, wie sich das Produkt entwickelt hat, wie diese Partnerschaft gewachsen ist. Da wurde so viel auf den Weg gebracht und Dyn ist auf jeden Fall das „Home of Handball“ mit Liveüber- tragungen von allen wichtigen Wettbe- werben. Der neue Vertrag bis 2032 gibt allen Seiten Planungssicherheit und das Endprodukt kommt allen zugute. Durch die Champions-League-Reform spielen jetzt drei statt zwei HBL-Teams in der Königsklasse. Welche Chancen sehen Sie für dieses Trio? Und wird die HBL ihre Vormachtstellung in der Euro- pean League behalten? Uwe Schwenker: Es war wichtig, dass die HBL diesen dritten Startplatz be- kommt, das hat dann auch die EHF eingesehen. Generell bin ich sehr ge- spannt auf beide Wettbewerbe. Durch die CL-Reform wird die European League aufgewertet, da kommen nach der Gruppenphase zahlreiche Champi- ons-League-Teilnehmer dazu, deswe- gen wird es spannend, wer sich fürs Fi- nalturnier in Hamburg qualifiziert. Was die Champions League betrifft, bin ich gespannt, wie sich die MT Melsungen bei ihrer Premiere schlägt. Die HBF ist ebenfalls mit sechs Mann- schaften international vertreten, davon zwei in der Champions League – wie wichtig ist das für das Standing der Liga? Andreas Thiel: Wenn die Hälfte der Liga in Champions League und European League spielt, zeigt es, dass hier nicht so schlechte Arbeit gemacht wird. In
der European League waren wir in den letzten Jahren immer beim Final4-Tur- nier dabei. Was die beiden Champions- League-Teilnehmer betrifft, wäre es ein erfolgreiches Jahr, wenn beide die Play-offs erreichen. Ein CL Final4-Tur - nier ist aktuell noch weit weg. In Sachen Transfers ist das Bild bei Männer- und Frauen-Bundesligen kon- trär: viele Stars kommen in die HBL, ein paar Top-Spielerinnen haben die HBF verlassen. Was macht die HBL so at- traktiv? Uwe Schwenker: Ich sehe zwei Ent- wicklungen: viele große Namen kom- men in die HBL, aber auch unsere Na- tionalspieler gehen ins Ausland: siehe Juri Knorr in Aalborg oder künftig Re- nars Uscins in Paris. Das ist gut für unsere Nationalmannschaft, das ist generell ein guter Weg, denn es geht nicht nur in eine Richtung. Natürlich zeigen die Wechsel der Dujshebaev- Brüder oder nächstes Jahr Dika Mem und die Costa-Brüder, welche Strahl- kraft die HBL hat. Was aber genauso wichtig ist: unsere Talente haben die
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HERZBLUT� ANGETRIEBEN VON
WILLKOMMEN ZUR OPEL HANDBALL- BUNDESLIGA
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HBF REXEL SUPER CUP: ALLE FINALS & TITELTRÄGER
ALLE FINALS AUF EINEN BLICK Jahr Begegnung
FINAL-INFOS
Ergebnis
2025 2024 2023 2022 2021 2019 2018 2017 2016 2015
HSG Blomberg-Lippe – Thüringer HC HB Ludwigsburg – TuS Metzingen
30:31 32:24 34:23 38:26 21:31 27:26 35:23 30:22 22:21 24:22 28:30 30:34
DATUM: Samstag, 22.08.2026
SG BBM Bietigheim – HSG Bensheim/Auerbach SG BBM Bietigheim – VfL Oldenburg Borussia Dortmund – SG BBM Bietigheim
EINLASS: 13:30 Uhr
SG BBM Bietigheim – Thüringer HC Thüringer HC – VfL Oldenburg SG BBM Bietigheim – Buxtehuder SV Thüringer HC – HC Leipzig Thüringer HC – Buxtehuder SV
SPIELPAARUNG: HSG Blomberg-Lippe vs. Borussia Dortmund
ANWURFZEIT: 15:00 Uhr
2009 HC Leipzig – VfL Oldenburg 2008 1. FC Nürnberg – HC Leipzig
DIE BISHERIGEN TITELTRÄGER 6 Titel: HB Ludwigsburg / SG BBM Bietigheim
4 Titel: Thüringer HC 1 Titel: VfL Oldenburg 1 Titel: HC Leipzig
SCHIEDSRICHTER Robert Schulze & Tobias Tönnies
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21. AUGUST 2027 SAP GARDEN MÜNCHEN REXEL SUPER CUP DER FRAUEN & MÄNNER TICKETS UNTER: REXEL-SUPER-CUP.DE
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REXEL SUPER CUP: ALLE FINALS & TITELTRÄGER ALLE FINALS AUF EINEN BLICK Jahr Begegnung Ergebnis 2025 Füchse Berlin – THW Kiel 34:33 n.7m 2024 SC Magdeburg – Füchse Berlin 30:32 2023 THW Kiel – Rhein-Neckar Löwen 37:36 2022 SC Magdeburg – THW Kiel 33:36 2021 THW Kiel – TBV Lemgo Lippe 30:29 2020 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 28:24 2019 SG Flensburg-Handewitt – THW Kiel 32:31 n.7m 2018 SG Flensburg-Handewitt – Rhein-Neckar Löwen 26:33 2017 Rhein-Neckar Löwen – THW Kiel 33:31 n.7m 2016 Rhein-Neckar Löwen – SC Magdeburg 27:24 2015 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 27:26 2014 THW Kiel – Füchse Berlin 24:18 2013 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 26:29 2012 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 29:26 2011 THW Kiel – HSV Hamburg 24:23 2010 THW Kiel – HSV Hamburg 26:27 2009 THW Kiel – HSV Hamburg 28:35 2008 THW Kiel – HSV Hamburg 33:28 2007 THW Kiel – Rhein-Neckar Löwen 41:31 2006 THW Kiel – HSV Hamburg 35:39 2005 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 36:34 2004 SG Flensburg-Handewitt – HSV Hamburg 24:25 2003 TBV Lemgo – SG Flensburg-Handewitt 32:28 2002 THW Kiel – TBV Lemgo 26:34 2001 SC Magdeburg – SG VfL Bad Schwartau 28:25 2000 THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 19:20 1999 THW Kiel – TBV Lemgo 24:25 1998 THW Kiel – TV Niederwürzbach 22:20 1997 TBV Lemgo – SG Flensburg-Handewitt 35:33 n.V. 1996 THW Kiel – SC Magdeburg 23:26 1995 THW Kiel – TBV Lemgo 27:24 n.V. 1994 THW Kiel – SG Wallau/Massenheim 20:24 DIE BISHERIGEN TITELTRÄGER 13 Titel: THW Kiel 4 Titel: TBV Lemgo (heute TBV Lemgo Lippe) 4 Titel: HSV Hamburg 3 Titel: SG Flensburg-Handewitt 3 Titel: Rhein-Neckar Löwen FINAL-INFOS DATUM: Samstag, 22.08.2026 EINLASS: 13:30 Uhr SPIELPAARUNG: SC Magdeburg vs. Füchse Berlin ANWURFZEIT: 18:00 Uhr SCHIEDSRICHTER Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah
2 Titel: SC Magdeburg 2 Titel: Füchse Berlin 1 Titel: SG Wallau/Massenheim
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DIE GESCHICHTE DES REXEL SUPER CUP
32. Duell bei den Männern, zum dritten Mal in Folge mit den Frauen Die große gemeinsame Saisoneröff - nung der Opel HBL und Alsco HBF hat einen neuen Namen: 2026 wird die Saison erstmals mit dem „Rexel Super Cup“ eröffnet. Das Elektrogroßhan - delsunternehmen Rexel ist damit Na- menspartner eines traditionsreichen Wettbewerbs. Zum insgesamt neunten Mal wird in der bayrischen Landeshauptstadt der Su- per Cup im Handball ausgespielt, zum zweiten Mal in Folge im SAP Garden und zum insgesamt dritten Mal nach der Premiere 2024 in Düsseldorf geht es in einem gemeinsamen Event um den Titel von Opel Handball-Bundesliga der Männer und Alsco HBF der Frauen. Da- bei wird im ersten Spiel des Tages Ge- schichte geschrieben: denn weder der aktuelle Meister HSG Blomberg-Lippe, noch der Pokalsieger Borussia Dort- mund haben bisher den Rexel Super Cup gewonnen. Anders die Füchse Berlin, die nach 2024 und 2025 zum dritten Mal in Fol- ge den Titel gewinnen wollen. Auch für den Gegner SC Magdeburg geht es nach 1996 und 2001 um die dritte Tro- phäe im ersten Wettbewerb einer neu- en Saison. Rekordsieger ist allerdings der THW Kiel, der sich bei 25 Teilnah- men 13 Mal den Super Cup sicherte, davon zwischen 2011 und 2023 alleine achtmal. Die Geschichte des Super Cup reicht bei den Männern bis 1994 zurück, die Frauen zogen 2008 nach – und beide Super-Cup-Premieren fanden jeweils
in Koblenz statt. Erste Sieger im Duell von Meister und Pokalsieger waren die SG Wallau/Massenheim bei den Män- nern und der HC Leipzig bei den Frauen. Während die Opel HBL seit 1994 konti- nuierlich einen Super-Cup-Sieger kürt, gab es bei den Frauen zwischen 2009 und 2015 eine Pause. Erstmals gemein- sam gingen beide Ligen 2024 an den Start, als die Füchse Berlin (gegen den SC Magdeburg) und die HB Ludwigs- burg (gegen die TuS Metzingen) in Düs- seldorf gewannen. Im Vorjahr feierte das Event seine Pre- miere vor über 10.000 begeisterten Fans im SAP Garden. Erste Titelträger in der modernsten Arena Europas waren der Thüringer HC, der einen 4:13-Rück- stand in einen 31:30-Sieg gegen Blom- berg ummünzte, sowie die Füchse, die sich erst nach Siebenmeterwerfen mit 34:33 gegen Kiel durchsetzen. Bei den Frauen gewann zuvor von 2019 bis 2024 immer die SG BBM Bietig- heim beziehungsweise der Nachfolge-
verein HB Ludwigsburg. Bei den Män- nern feierte der THW Kiel seine vier letzten Titel ebenfalls in Serie von 2020 bis 2023, ehe die Zebras von den Füchsen abgelöst wurden. Während bei den Frauen von 2015 bis 2023 jeweils einer der teilnehmenden Vereine Ausrichter des Super Cups war, hatte der Wettbewerb bei den Männern mehrere feste Standorte: von 1999 bis 2002 in Hannover, von 2005 bis 2008 und von 2010 bis 2012 München, von 2014 bis 2017 in Stuttgart und von 2018 bis 2024 in Düsseldorf, nun wie- der in München. In der Siegerliste bei den Männern ste- hen insgesamt acht Vereine: der THW Kiel (13 Titel) liegt vor dem TBV Lemgo und dem HSV Hamburg mit je vier Sie- gen. Dreimal gewannen die Rhein-Ne- ckar Löwen und die SG Flensburg-Han- dewitt, je zweimal waren die Füchse und der SC Magdeburg erfolgreich, ei- nen Titel gab es für die SG Wallau-Mas- senheim.
Erster Super Cup Sieger 1994: SG Wallau/Massenheim
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NR. SPIELERIN
POSITION
NATION
GEBURTSDATUM
IM VEREIN SEIT
16
Melanie Veith
TW
GER
10.12.92
2015
27
Lara Lepschi
TW
GER
29.01.01
2025
61
Nicole Roth
TW
GER
08.05.95
2025
3
Laura Rüffieux
KM
GER
07.12.95
2013
7
Díana Dögg Magnúsdóttir
RR
ISL
19.09.97
2024
9
Nieke Kühne
RL
GER
09.09.04
2022
10
Maxi Mühlner
KM
GER
03.02.01
2024
19
Eliska Desortova
RL
CZK
19.04.00
2026
21
Nuria Bucher
RM
SUI
21.03.05
2025
22
Judith Tietjen
RA
GER
24.02.02
2023
25
Lilli Röpcke
LA
GER
25.11.00
2026
28
Malin Sandberg
RR
SWE
14.04.00
2025
31
Alexia Hauf
LA
GER
18.07.98
2022
33
Elín Rosa Magnúsdóttir
RM
ISL
22.10.02
2025
55
Farrelle Njinkeu
RA
GER
09.01.07
2025
81
Karolina Jurenczyk
RL
POL
30.06.02
2026
TRAINER: Steffen Birkner
SUPER CUP SIEGE: – TEILNAHMEN:
SUPER CUP HISTORIE
2025, 2026
14
HSG BLOMBERG-LIPPE: VOM ÜBERRASCHUNGSMEISTER ZUM GEJAGTEN
Die Deutsche Meisterschaft 2026 war der erste nationale Titel überhaupt für die HSG Blomberg-Lippe. Mit dem Rexel Super Cup startet zudem eine Saison, in der die Lipperländerinnen erstmals in der Champions League an- treten und in der sie mit der Rolle des Gejagten zurechtkommen müssen. Historischer kann eine Saison kaum en- den: Mit dem ersten deutschen Meis- tertitel der Vereinsgeschichte hat die HSG Blomberg-Lippe im Mai ein neu- es Kapitel deutscher Frauenhandball- Geschichte geschrieben. Nach Jahren kontinuierlicher Entwicklung krönte das Team von Trainer Steffen Birkner seine beeindruckende Entwicklung mit dem Triumph in den dramatischen Play-Offs. In der Finalserie folgten auf die Auftakt- niederlage in Dortmund ein hauchdün- ner und ein deutlicher Sieg gegen den BVB. Nun beginnt die wohl schwierigste Aufgabe: den Erfolg zu bestätigen. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Anders als viele Titelträger zuvor muss- te die HSG keinen großen personellen Umbruch verkraften. Das Grundgerüst der Meistermannschaft ist zusam- mengeblieben. Leistungsträgerinnen wie Nieke Kühne, Laura Rüffieux, Ale - xia Hauf oder die internationale Achse mit den beiden Isländerinnen Diana und Elin Magnusdottir sollen erneut das Ge- sicht der Mannschaft prägen. Mit der langfristigen Vertragsverlängerung von Trainer Steffen Birkner setzte der Verein zudem früh ein Zeichen der Kontinuität. Dennoch gibt es Veränderungen. Links- außen Lilli Röpcke soll Ona Vegue erset-
zen, die nun für Pokalsieger Dortmund aufläuft und in ihrem ersten Pflichtspiel gleich auf ihren Ex-Klub trifft. Für zu - sätzliche Variabilität im Rückraum sorgt die polnische Nationalspielerin Karo- lina Jurenczyk, die aus Lubin nach Lip- pe wechselt. Beide Neuzugänge sollen helfen, die deutlich höhere Belastung durch Bundesliga, DHB-Pokal und die Premiere in der Champions League auf- zufangen. Die größte Herausforderung wird ohne- hin nicht die Qualität des Kaders sein, sondern der Umgang mit der neuen Rolle. Nach Jahren als Außenseiter ge- hört Blomberg nun zu den Mannschaf- ten, die jeder schlagen möchte. Über- raschungseffekte gibt es nicht mehr, stattdessen wächst der Erwartungs- druck – von außen ebenso wie im eige- nen Umfeld. Trainer Steffen Birkner sieht darin je - doch vor allem eine Chance. „Wir haben uns diesen Status hart erarbeitet. Jetzt wollen wir zeigen, dass unser Erfolg kein Zufall war“, betont der Coach. Gleich- zeitig mahnt er zur Bodenständigkeit: Entscheidend sei, dass die Mannschaft ihre Identität bewahre – mit Geschlos- senheit, aggressiver Abwehrarbeit, ho-
hem Tempo und großem Teamgeist. Auch aus der Mannschaft kommen ähnliche Töne. Rückraumspielerin Nieke Kühne, die zur Spielerin der Saison der Alsco HBF gewählt wurde, macht deut- lich, dass der Titel zwar unvergesslich bleibe, die neue Saison aber wieder von vorne beginne. „Jede Mannschaft star- tet mit null Punkten. Wir wissen, dass wir uns jeden Erfolg erneut verdienen müssen. Torhüterin Melanie Veith, die die Saison schwangerschaftsbedingt verpasst hebt vor allem den Zusam- menhalt hervor: „Unsere größte Quali- tät ist, dass jede Spielerin Verantwor- tung übernimmt und wir füreinander kämpfen.“ Die mit der Meisterschaft gekrönte Saison 2025/26 begann mit einer dra- matischen Niederlage: nach deutlicher 13:4-Führung verlor die Birkner-Truppe die Partie um den Super Cup in München 30:31 gegen den Thüringer HC: in der European League folgte das Aus nach der Gruppenphase, im DHB-Pokal verlor man das Halbfinale ausgerechnet gegen den späteren Pokalsieger Dortmund. Aber alle diese Resultate interessierten jedoch niemanden mehr, als die Meis- terschale nach oben gerissen wurde.
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FARRELLE NJINKEU: „DIE VERGANGENEN ZWÖLF MONATE WAREN SEHR INTENSIV“
Beim Super Cup 2025 feierte sie ihren Einstand bei der HSG Blomberg-Lip- pe - am Ende der Saison war Farrelle Njinkeu Deutsche Meisterin, A-Na- tionalspielerin und wurde als beste Nachwuchsspielerin der Alsco HBF ausgezeichnet. In China gewann sie WM-Gold mit der deutschen U20-Nationalmann- schaft – und ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison führt die 19-Jäh- rige Farrelle Njinkeu wieder nach München, wo sie vor zwölf Monaten das erste Mal für die HSG Blomberg- Lippe auflief. In diesem Interview spricht die Rechtsaußen über ihre Entwicklung, die Blomberger Stärken und was sie am Rexel Super Cup be- sonders schätzt. A-Nationalspiele- rin, Deutsche Meisterin und schließlich U20-Weltmeisterin – wie waren diese zwölf Monate für Sie? Bundesligadebüt, Farrelle Njinkeu: Die vergangenen zwölf Monate waren sehr intensiv. Ich habe direkt zu Beginn eine ande- re Härte gespürt, der ich standhalten musste. Vor allem die zweite Hälfte der Saison war für mich prägend. Ich habe innerhalb weniger Monate viele neue Erfahrungen sammeln können, die mir auf meinem weiteren Weg noch sehr helfen werden. Ist es schwer, nach einem WM-Titel in
die Vorbereitung einzusteigen, oder ist man dann besonders motiviert? Farrelle Njinkeu: Ich denke, das eine schließt das andere nicht aus. Natür- lich spürt man, dass die Belastung – nicht zuletzt durch die WM – hoch war. Trotzdem bin ich motiviert für die kom- mende Saison Wie waren Ihre Gefühle, als Sie Deut- scher Meister wurden? Farrelle Njinkeu: Ich habe etwas Zeit gebraucht, um zu realisieren, was alles passiert ist. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Aber zu wissen, dass sich die Monate harter Arbeit sowie die Hö- hen und Tiefen, die wir als Team durch- lebt haben, gelohnt haben, ist ein tolles Gefühl. Was macht die HSG so stark? Farrelle Njinkeu: Das familiäre Umfeld. Wir sind alle füreinander da, und dieser Zusammenhalt schafft Vertrauen. Ge - nau das hat uns die ganze vergangene Saison und vor allem in den Play-Offs geholfen. Egal, wie der Spielstand war – wir haben nie aufgegeben, weil wir einander vertraut und an den Willen und die Fähigkeiten des jeweils ande- ren geglaubt haben. Wie groß ist die Vorfreude auf die erste Champions-League-Saison? Farrelle Njinkeu: Die Vorfreude ist rie- sig. Davon träumt man, gegen die Bes- ten der Besten spielen zu können. In München geht es um den ersten Titel
der Saison, den Rexel Super Cup. Letz- tes Jahr hat die HSG verloren – warum schafft sie es dieses Jahr? Farrelle Njinkeu: Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in das Spiel und kön- nen aus der vergangenen Saison viel mitnehmen. Damals waren wir schon ganz nah dran. Jetzt wartet wieder ein Duell mit Dortmund – die Spiele gegen sie waren im letzten Jahr immer inten- siv und spannend. Wir freuen uns auf die Herausforderung und wollen uns diesmal den ersten Titel der Saison ho- len. Welche Bedeutung hat der Super Cup für Sie – auch als Gradmesser für die Saison? Farrelle Njinkeu: Der Super Cup hat für mich eine besondere Bedeutung. Letz- tes Jahr war es mein erstes Pflichtspiel für die HSG. Die große Halle und die tol- le Kulisse machen diesen Saisonauf- takt immer zu etwas Besonderem. Wir freuen uns darauf, bevor es dann direkt mit der Bundesliga und der Champions League weitergeht. Wo sehen Sie sich in Ihrer persönlichen Entwicklung? Und wo kann die noch hinführen? Farrelle Njinkeu: Ich bin viel sicherer geworden. Mental habe ich einen gro- ßen Schritt gemacht. Ich werde weiter an meinen Schwächen arbeiten, und dann werden wir sehen, wohin mich mein Weg führt.
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NR. SPIELERIN
POSITION
NATION
GEBURTSDATUM
IM VEREIN SEIT
1
Teodora Roncevic
TW
MNE
11.07.06
2025
11
Nicole Wiggins
TW
SPA
09.08.00
2026
12
Sarah Wachter
TW
GER
16.12.99
2023
2
Mareike Thomaier
RM
GER
25.08.00
2026
3
Lena Hausherr
LA
GER
07.07.00
2022
4
Alina Grijseels
RM
GER
12.04.96
2025
6
Laetitia Quist
RR
GER
08.11.01
2026
9
Lisa Antl
KM
GER
21.06.00
2022
14
Alieke van Maurik
RR
NED
11.05.05
2024
17
Alicia Langer
RR
GER
17.06.96
2023
19
Iva Mladenovska
RR
NMK
14.01.07
2026
20
Merel Freriks
KM
NED
06.01.98
2026
24
Ona Vegué
LA
GER
09.07.98
2026
26
Pam Korsten
RA
NED
05.10.03
2026
29
Emma Olsson
KM
SWE
20.08.97
2022
31
Kelly Vollebregt
RA
NED
01.01.95
2024
33
Guro Nestaker
RL
NOR
15.08.98
2025
44
Lara Egeling
LA
GER
01.09.06
2021
66
Dana Bleckmann
RL
GER
09.05.01
2016
76
Felina Menne
RL
GER
30.07.06
2021
TRAINER: Kay Rothenpieler
SUPER CUP SIEGE: – TEILNAHMEN:
SUPER CUP HISTORIE
2021, 2026
18
Rexel
BORUSSIA DORTMUND: MIT KAY ROTHENPIELER BEGINNT EINE NEUE ÄRA
Borussia Dortmund geht als Pokalsie- ger, Vizemeister und Titelfavorit in die neue Saison. Im Fokus steht der neue Trainer, der erstmals eine Frauen- mannschaft coacht. Borussia Dortmund zählt seit Jahren zu den festen Größen im deutschen Frauenhandball. Meisterschaft 2021, Pokalsieg 2026 und internationale Auf- tritte wie zuletzt in der Champions League gehören zum Selbstverständ- nis des BVB. Nach einer Saison, die mit dem zweiten Pokalsieg der Vereins- geschichte gekrönt wurde, in der der Meistertraum allerdings unerfüllt blieb, beginnt nun ein neues Kapitel: Mit Kay Rothenpieler steht ein neuer Cheftrai- ner an der Seitenlinie. Der 55-Jährige übernimmt die Nachfolge von Henk Groener und soll den ambitionierten Verein zurück an die nationale Spitze führen. Für Rothenpieler ist es die erste Sta- tion im Spitzen-Frauenhandball, der Rexel Super Cup gegen die HSG Blom- berg-Lippe das erste Pflichtspiel in neuer Funktion. Der frühere Bundesli- gaspieler und langjährige Trainer sowie Manager des ASV Hamm-Westfalen bringt viel Erfahrung aus dem Män- nerbereich mit und gilt als Verfechter eines modernen, dynamischen Hand- balls. In seinen ersten Wochen mach- te er deutlich, wohin die Reise gehen soll: mehr Tempo, mehr Aggressivität in der Abwehr und ein leidenschaftli- cher Auftritt über 60 Minuten. Gleich- zeitig setzt er auf Eigenverantwortung und möchte seiner Mannschaft vie-
le Freiheiten im Angriffsspiel geben. „Ich möchte eine Mannschaft sehen, die mutig spielt, hohes Tempo geht und den Gegner permanent unter Druck setzt“, beschreibt Rothenpieler seine Spielidee. Gleichzeitig betont er, dass sich eine neue Philosophie nicht über Nacht entwickeln werde. Prozesse sei- en notwendig, das Potenzial der Mann- schaft aber enorm. Auch personell hat sich beim BVB ei- niges getan. Mit Nationalspielerin Ma- reike Thomaier erhält der Rückraum zusätzliche Durchschlagskraft, Rück- kehrerin Merel Freriks bringt am Kreis internationale Erfahrung mit, während die Spanierin Nicole Wiggins Sancho im Tor Melinda Szikora (Karriere-Ende) ersetzt. Dazu kommen die spanische Linksaußen Ona Vegue vom Meister Blomberg, die niederländische Rechts- außen Pam Korsten, Rückraumspielerin
Iva Mladenovska sowie Laetitia Quist, die nach einem Jahr in Ungarn in die Bundesliga zurückkehrt. Trotz der Veränderungen verfügt Bo- russia Dortmund weiterhin über einen der qualitativ stärksten Kader der Liga. Leistungsträgerinnen wie die National- spielerinnen Sarah Wachter, Alina Grij- seels, Dana Bleckmann oder Lisa Antl sollen das Gerüst bilden, an dem sich die zahlreichen Neuzugänge orientie- ren können. Entscheidend wird sein, wie schnell Rothenpieler aus den vielen individuellen Qualitäten wieder eine geschlossene Einheit formt. Alina Grijseels sieht dabei den Trai- nerwechsel als Chance: „Neue Impul- se können einer Spitzenmannschaft guttun, wenn alle Spielerinnen bereit sind, sich auf die neue Spielidee ein- zulassen. Wir wollen wieder um alle Titel mitspielen“, lautet ihre Botschaft. International laufen die Dortmunde- rinnen wie im Vorjahr in der Champions League auf. Beim Super Cup ist der BVB zum zweiten Mal am Start: als Meister verlor man 2021 gegen Pokalsieger SG BBM Bietigheim. In den dramatischen Finals der abgelaufenen HBL-Saison hatte der BVB das erste Spiel zuhause gewonnen, lag in Partie zwei lange vor- ne, verlor dieses Spiel aber genau wie die finale Partie, jeweils in Blomberg. Dafür hatte sich der BVB im März zum zweiten Mal den DHB-Pokal gesichert. Im Finale des Haushahn Final4 gab es ein 30:25 gegen die HSG Bensheim/Au- erbach, womit der BVB das erste Team war, das sich für den Rexel Super Cup qualifiziert hatte.
Kay Rothenpieler
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LISA ANTL: „DIE KARTEN WERDEN NEU GEMISCHT“
Dortmunds Kreisläuferin und Na- tionalspielerin hat bayrische Wurzeln und spielte sogar schon für einen Münchner Verein. Aber vor allem we- gen der „coolen Sache in der großen Halle“ freut sich die 26-Jährige auf den Rexel Super Cup im SAP Garden. Die Anzahl der HBF-Profis mit bayeri - schen Wurzeln ist überschaubar, aber anno 2026 kämpft eine gebürtige In- golstädterin, die sogar schon für Mün- chener Vereine spielte, im SAP Garden um den Titel beim Rexel Super Cup: Dortmunds Kreisläuferin und Natio- nalspielerin Lisa Antl. Nach einer Sai- son in Ismaning und drei Jahren beim Zweitligisten HCD Gröbenzell im Mün- chener Umland wechselte die 26-Jäh- rige 2019 zum Buxtehuder SV, ehe sie seit 2022 für Borussia Dortmund aufläuft. In diesem Interview spricht Vize-Weltmeisterin Antl über das be- sondere Flair, in München zu spielen, die Rollenverteilung im deutschen Frauenhandball und die ewigen Duelle mit der HSG Blomberg-Lippe. Früher Ismaning und Gröbenzell, am 22. August mit Dortmund in München – was verbindet Sie mit Spielen in Bayern und wie groß ist die Vorfreude auf die Rückkehr? Lisa Antl: Bis ich 18 war, habe ich ja in der Nähe gespielt. Mit der National- mannschaft hatten wir in München den Tag des Handballs, in Großwall- stadt haben wir häufig Trainingslager – so oft habe ich aber wirklich nicht in Bayern gespielt. Deswegen freue ich mich umso mehr auf den Rexel Super Cup.
Was macht dieser Wettbewerb für Sie aus? Lisa Antl: Das ist insgesamt eine coole Sache vor so vielen Fans in dieser vol- len Riesen-Arena zu spielen und ein Event gemeinsam mit den Männern zu haben. Beide Geschlechter vereint gibt es im Handball ja eher selten. Das ist dann umso schöner. Wie schon in der Finalserie der Vor- saison geht es wieder gegen die HSG Blomberg-Lippe. Sind das auch die bei- den besten Frauenhandball-Teams in Deutschland? Lisa Antl: Auf jeden Fall, das hat die ab- solut ausgeglichene Finalserie gezeigt. Ich weiß nicht, wie oft wir in den letz- ten Jahren gegen Blomberg gespielt haben, aber jetzt geht es in einem Spiel wieder um einen Titel. Man kennt sich also ziemlich gut. Wie haben Sie die Finalserie verdaut? Lisa Antl: Die gesamte letzte Saison war mental ziemlich aufgeladen: WM-
Silber, Pokalsieg, Play-Offs und dann die verpasste Meisterschaft, als wir die Titelhoffnung im letzten Spiel begra - ben mussten. Wir haben jetzt ein neu- es Team, Blomberg hat ein neues Team, die Karten werden also neu gemischt. Ist der Rexel Super Cup also schon eine erste Standortbestimmung? Lisa Antl: Ich denke, dafür ist es noch zu früh, definitiv ist das ein krasser Ein - stieg in die neue Saison, das ist ja so ein bisschen wie Pokal und das Ende der Vorbereitung. Danach kommen in al- len Wettbewerben noch so viele Spiele. Aber mit einem Titel in die Saison zu starten und ein Ausrufezeichen zu set- zen, wäre doch ein guter Einstieg. In Kay Rothenpieler hat der BVB einen neuen Trainer – wie war der Start? Lisa Antl: Bisher war alles wirklich sehr gut, er bringt neue Impulse und frischen Wind, wir spielen deutlich schneller und hatten bislang viel Spaß. Wir grooven uns gerade alle ein mit ihm. Im Winter steht das nächste Turnier mit der Nationalmannschaft an. Wie groß sind die Erwartungen und Hoffnungen für die Europameisterschaft nach WM- Silber im Vorjahr? Lisa Antl: Das ist aktuell noch weit weg, wir hatten ja noch nicht mal den ersten Lehrgang der Saison. Ich den- ke natürlich schon an die EM, aber da kommt erst einmal eins nach dem an- deren. Ohne Aimee von Pereira und Xe- nia Smits ist das natürlich schon etwas anderes, aber wir wollen uns selber na- türlich beweisen, dass wir wieder ähn- lich weit kommen können wie bei der EM.
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23
NR. SPIELER
POSITION
NATION
GEBURTSDATUM
IM VEREIN SEIT
1
Dominik Kuzmanovic
TW
CRO
15.08.02
2026
12
Matej Mandić
TW
CRO
02.05.02
2025
4
Malte Elze
KM
GER
13.04.08
2026
6
Matthias Musche
LA
GER
18.07.92
2000
7
Felix Claar
RM
SWE
05.01.97
2023
8
Tim Thielicke
RM
GER
03.06.08
2026
9
Oskar Vind Rasmussen
RA
DEN
08.08.00
2026
10
Gisli Kristjansson
RM
ISL
30.07.99
2020
11
Daniel Pettersson
RA
SWE
06.05.92
2016
14
Omar Ingi Magnusson
RR
ISL
12.03.97
2020
15
Antonio Serradilla Cuenca
RL
ESP
10.01.99
2024
19
Elvar Örn Jónsson
RM/RL
ISL
31.08.97
2025
20
Philipp Weber
RM
GER
15.09.92
2021
21
Albin Lagergren
RR
SWE
11.09.92
2023
22
Lukas Mertens
LA
GER
22.03.96
2017
23
Magnus Saugstrup
KM
DEN
12.07.96
2021
54
Oscar Bergendahl
KM
SWE
08.03.95
2023
TRAINER: Bennet Wiegert
SUPER CUP SIEGE: 1996, 2001 TEILNAHMEN:
SUPER CUP HISTORIE
2016, 2022, 2024, 2026
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SEIT 25 JAHREN WARTET DER SC MAGDEBURG AUF DIESEN TITEL
Nach einer überragenden Meistersai- son gab es in Magdeburg einige Wech- sel im Kader – die Ambitionen und Ziele sind beim Wiegert-Team aller- dings gleichgeblieben. Zum dritten Mal seit 2022 geht der SC Magdeburg als Deutscher Meister in die neue Saison und zählt erneut zu den Favoriten auf alle nationalen und inter- nationalen Titel. Nach einer beeindru- ckenden Meisterschaft mit 31 Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage will das Team von Bennet Wiegert sei- ne Vormachtstellung in der Opel HBL behaupten und im DHB-Pokal und der EHF Champions League wieder in die Finalturniere einziehen. Der erste Härtetest ist der Rexel Super Cup, den der SCM bei fünf Teilnahmen zweimal gewann. Der letzte Titel liegt allerdings 25 Jahre zurück: 2001 be- siegte Magdeburg als Meister den da- maligen Pokalsieger Bad Schwartau in Hannover 28:25, seinerzeit noch mit Bennet Wiegert als Spieler. Vor zwei Jahren hat der SCM zuletzt am Rexel Super Cup teilgenommen, in Düssel- dorf unterlag Magdeburg den Füchsen mit 30:32. Gegen den gleichen Geg- ner geht es auch 2026 wieder – und Wiegert freut sich besonders auf den Spielort: „Ich war einmal zum Basket- ball im SAP Garden, und habe gesagt, einmal möchte ich da spielen. In dieser fantastischen Arena gleich um einen Titel mitspielen zu können, ist eine gute Standortbestimmung.“ Im Kader des Deutschen Meisters gab es einige Veränderungen. Der kroatische Nationalkeeper Dominik Kuzmanović vom VfL Gummersbach soll den Abgang von Sergey Hernán-
dez (nach Barcelona) kompensieren und gemeinsam mit Matej Mandić das neue Torhüter-Duo bilden. Der Däne Oskar Vind übernimmt auf der rechten Außenbahn die Rolle von Vereinslegen- de Tim Hornke (Karriereende). Antonio Serradilla kehrt nach einem Jahr beim TVB Stuttgart zurück und soll vor al- lem die Defensive verstärken. Mit Tim Thielicke und Malte Elze rücken zwei U18-Nationalspieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Profikader auf. Neben Hernández verließen auch Niko- la Portner, Manuel Zehnder, Tim Zechel, Sebastian Barthold und Kapitän Chris- tian O’Sullivan den SCM. Neuer Spiel- führer ist Kreisläufer Magnus Saug- strup, der dieselbe Rolle auch beim amtierenden Weltmeister, Olympia- sieger und Europameister Dänemark innehat. „Dass ich das Team jetzt als Kapitän anführen darf, macht mich na- türlich sehr stolz. Da willst du nicht nur gut spielen, sondern bist auch etwas lauter. Auch wenn sich sonst auf dem
Feld nicht viel verändert“, sagt Saug- strup. Der Kern des Teams ist trotz der Ab- gänge zusammengeblieben – die Am- bitionen bleiben dieselben, betont Spielmacher Gísli Kristjánsson: „Der Hunger nach Titeln ist immer groß. Wir wollen jede Saison neu angreifen und um alle Titel spielen. Dafür arbeiten wir hart und das wird auch so bleiben. Das ist einfach unsere Mentalität.“ Dabei sei es „eine schöne Ausgangsposition“, in der Opel HBL wieder der Gejagte zu sein: „Das musst du dir erst einmal verdienen und das haben wir die letz- ten Jahre getan. Es ist nicht selbstver- ständlich, ganz oben zu stehen. Des- wegen ist das etwas, was man genießen sollte.“ Der Isländer blickt optimistisch voraus: „Wir sind schon gut eingespielt, weil der Großteil sich lange kennt. Auch die Neuen finden sich schnell ein und machen einen guten Eindruck. Wir ha- ben eine gute Moral und sind einfach ein gutes Team.“
Neuer Kapitän: Magnus Saugstrup
25
Dominik Kuzmanović mit seinem Vorgänger Nikola Portner
DOMINIK KUZMANOVIĆ: „ICH MACHE MIR KEINEN GROSSEN KOPF“
Nach zwei Jahren im Tor des VfL Gum- mersbach ist der kroatische Schluss- mann zum SC Magdeburg gewechselt, nachdem Sergey Hernández und Niko- la Portner den Verein verlassen haben. Dort bildet der 24-Jährige mit seinem Landsmann Matej Mandić das Tor - hütergespann. Warum er sich gleich doppelt auf München freut, erzählt Kuzmanović in diesem Interview. Nach den ersten Wochen in der neuen Heimat – wie haben Sie sich in Magde- burg eingelebt? Dominik Kuzmanović: Sehr gut. Es ist einfacher in einem Land den Verein zu wechseln als in ein anderes Land zu ge- hen. Ich kannte Deutschland ja schon aus Gummersbach. In Magdeburg hat alles toll geklappt, ich bin sehr früh umgezogen, die Wohnung ist toll, ich bin schnell in der Mannschaft ange- kommen. Ist es dabei ein Vorteil, dass Ihr Torwart- kollege Matej Mandić und Torwarttrai - ner Dino Spiranec auch Kroaten sind? Dominik Kuzmanović: Ich spreche deutsch, aber in manchen Situationen im Training ist es gut, wenn wir et- was schnell in unserer Muttersprache klären können. Ich habe Matej unter- stützt, als er nach Magdeburg kam, weil ich die deutschen Behörden und alles ja schon kannte. Das hat ihm den Wechsel leichter gemacht – und dann hat man mehr Zeit, sich auf den Sport zu konzentrieren.
Im Nationalteam bilden Sie mit Mandić ein Duo, sind Sie somit auch eingespielt für Magdeburg? Dominik Kuzmanović: Matej und ich spielen seit über zehn Jahren zusam- men, von der Jugend-Nationalmann- schaft bis in die A-Mannschaft. Wir sind beide total froh, dass wir diesen Weg gemeinsam geschafft haben. Aber wir sind völlig unterschiedliche Tor- hütertypen. Dass wir uns da ergänzen, macht die Sache noch besser für un- sere Mannschaften. Er hat seinen Stil, ich habe meinen – und am Ende ist es unser Job, die Bälle zu halten. Fühlen Sie sich in Magdeburg unter be- sonderem Druck – schließlich folgen Sie auf Sergey Hernández und Nikola Portner? Dominik Kuzmanović: Sergey und Ni- kola sind Torhüter von überragender Qualität, sie haben die Geschichte dieses Vereins in den letzten Jahren mitgeprägt. Sie waren an vielen Titeln beteiligt und waren immer dann über- ragend, wenn es darauf ankam. Daher ist es klar, dass die Fans jetzt hohe Er- wartungen an mich haben – aber ich weiß, was ich mache und warum ich nach Magdeburg gekommen bin. Ich mache mir keinen großen Kopf, ob es solchen Druck gibt. Vielmehr freue ich mich über die Chance, mich hier be- weisen zu können und werde hart dafür arbeiten, die Erwartungen zu erfüllen. Sie haben die zahlreichen Magdeburger Titel des SCM in den vergangenen Jah-
ren angesprochen – wie ist Ihr Titel- hunger für die Zukunft? Dominik Kuzmanović: Genau diese Situation hat mich gereizt. Wenn du für Magdeburg spielst, musst du jedes Spiel gewinnen. Diese Erwartungshal- tung der Fans und des Umfelds hat sich die Mannschaft erarbeitet. Wir wollen immer auf höchstem Niveau spielen, auch schon in jedem Testspiel, und na- türlich später in allen Wettbewerben. Der erste Wettbewerb ist der Rexel Super Cup in München. Meister Magde- burg gegen Pokalsieger Berlin – gibt es einen schöneren Saisonstart? Dominik Kuzmanović: Nein, das könnte nicht besser sein. Jeder Spieler träumt von solchen Partien. Die Füchse haben Qualität, wir haben Qualität, das wird superspannend für alle, Spieler und Fans. Ich habe auch noch nie im SAP Garden gespielt, daher freue ich mich auf eine überragende Atmosphäre in dieser großen und ausverkauften Halle – das wird ein geiles Event. Für Sie wird der Rexel Super Cup ein erster Vorgeschmack auf den SAP Gar- den. Im Januar spielen Sie dort die WM- Vorrunde – und da werden Tausende kroatische Fans kommen… Dominik Kuzmanović: Das werden Heimspiele für uns. Gerade in München werden wir unglaublich unterstützt, dort leben viele unserer Landsleute, und die werden für eine Riesen-Unter- stützung sorgen. Der SAP Garden wird voll mit Kroaten sein.
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