Rexel Super Cup 2026 - Das offizielle Magazin

BORUSSIA DORTMUND: MIT KAY ROTHENPIELER BEGINNT EINE NEUE ÄRA

Borussia Dortmund geht als Pokalsie- ger, Vizemeister und Titelfavorit in die neue Saison. Im Fokus steht der neue Trainer, der erstmals eine Frauen- mannschaft coacht. Borussia Dortmund zählt seit Jahren zu den festen Größen im deutschen Frauenhandball. Meisterschaft 2021, Pokalsieg 2026 und internationale Auf- tritte wie zuletzt in der Champions League gehören zum Selbstverständ- nis des BVB. Nach einer Saison, die mit dem zweiten Pokalsieg der Vereins- geschichte gekrönt wurde, in der der Meistertraum allerdings unerfüllt blieb, beginnt nun ein neues Kapitel: Mit Kay Rothenpieler steht ein neuer Cheftrai- ner an der Seitenlinie. Der 55-Jährige übernimmt die Nachfolge von Henk Groener und soll den ambitionierten Verein zurück an die nationale Spitze führen. Für Rothenpieler ist es die erste Sta- tion im Spitzen-Frauenhandball, der Rexel Super Cup gegen die HSG Blom- berg-Lippe das erste Pflichtspiel in neuer Funktion. Der frühere Bundesli- gaspieler und langjährige Trainer sowie Manager des ASV Hamm-Westfalen bringt viel Erfahrung aus dem Män- nerbereich mit und gilt als Verfechter eines modernen, dynamischen Hand- balls. In seinen ersten Wochen mach- te er deutlich, wohin die Reise gehen soll: mehr Tempo, mehr Aggressivität in der Abwehr und ein leidenschaftli- cher Auftritt über 60 Minuten. Gleich- zeitig setzt er auf Eigenverantwortung und möchte seiner Mannschaft vie-

le Freiheiten im Angriffsspiel geben. „Ich möchte eine Mannschaft sehen, die mutig spielt, hohes Tempo geht und den Gegner permanent unter Druck setzt“, beschreibt Rothenpieler seine Spielidee. Gleichzeitig betont er, dass sich eine neue Philosophie nicht über Nacht entwickeln werde. Prozesse sei- en notwendig, das Potenzial der Mann- schaft aber enorm. Auch personell hat sich beim BVB ei- niges getan. Mit Nationalspielerin Ma- reike Thomaier erhält der Rückraum zusätzliche Durchschlagskraft, Rück- kehrerin Merel Freriks bringt am Kreis internationale Erfahrung mit, während die Spanierin Nicole Wiggins Sancho im Tor Melinda Szikora (Karriere-Ende) ersetzt. Dazu kommen die spanische Linksaußen Ona Vegue vom Meister Blomberg, die niederländische Rechts- außen Pam Korsten, Rückraumspielerin

Iva Mladenovska sowie Laetitia Quist, die nach einem Jahr in Ungarn in die Bundesliga zurückkehrt. Trotz der Veränderungen verfügt Bo- russia Dortmund weiterhin über einen der qualitativ stärksten Kader der Liga. Leistungsträgerinnen wie die National- spielerinnen Sarah Wachter, Alina Grij- seels, Dana Bleckmann oder Lisa Antl sollen das Gerüst bilden, an dem sich die zahlreichen Neuzugänge orientie- ren können. Entscheidend wird sein, wie schnell Rothenpieler aus den vielen individuellen Qualitäten wieder eine geschlossene Einheit formt. Alina Grijseels sieht dabei den Trai- nerwechsel als Chance: „Neue Impul- se können einer Spitzenmannschaft guttun, wenn alle Spielerinnen bereit sind, sich auf die neue Spielidee ein- zulassen. Wir wollen wieder um alle Titel mitspielen“, lautet ihre Botschaft. International laufen die Dortmunde- rinnen wie im Vorjahr in der Champions League auf. Beim Super Cup ist der BVB zum zweiten Mal am Start: als Meister verlor man 2021 gegen Pokalsieger SG BBM Bietigheim. In den dramatischen Finals der abgelaufenen HBL-Saison hatte der BVB das erste Spiel zuhause gewonnen, lag in Partie zwei lange vor- ne, verlor dieses Spiel aber genau wie die finale Partie, jeweils in Blomberg. Dafür hatte sich der BVB im März zum zweiten Mal den DHB-Pokal gesichert. Im Finale des Haushahn Final4 gab es ein 30:25 gegen die HSG Bensheim/Au- erbach, womit der BVB das erste Team war, das sich für den Rexel Super Cup qualifiziert hatte.

Kay Rothenpieler

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