Rexel Super Cup 2026 - Das offizielle Magazin

LISA ANTL: „DIE KARTEN WERDEN NEU GEMISCHT“

Dortmunds Kreisläuferin und Na- tionalspielerin hat bayrische Wurzeln und spielte sogar schon für einen Münchner Verein. Aber vor allem we- gen der „coolen Sache in der großen Halle“ freut sich die 26-Jährige auf den Rexel Super Cup im SAP Garden. Die Anzahl der HBF-Profis mit bayeri - schen Wurzeln ist überschaubar, aber anno 2026 kämpft eine gebürtige In- golstädterin, die sogar schon für Mün- chener Vereine spielte, im SAP Garden um den Titel beim Rexel Super Cup: Dortmunds Kreisläuferin und Natio- nalspielerin Lisa Antl. Nach einer Sai- son in Ismaning und drei Jahren beim Zweitligisten HCD Gröbenzell im Mün- chener Umland wechselte die 26-Jäh- rige 2019 zum Buxtehuder SV, ehe sie seit 2022 für Borussia Dortmund aufläuft. In diesem Interview spricht Vize-Weltmeisterin Antl über das be- sondere Flair, in München zu spielen, die Rollenverteilung im deutschen Frauenhandball und die ewigen Duelle mit der HSG Blomberg-Lippe. Früher Ismaning und Gröbenzell, am 22. August mit Dortmund in München – was verbindet Sie mit Spielen in Bayern und wie groß ist die Vorfreude auf die Rückkehr? Lisa Antl: Bis ich 18 war, habe ich ja in der Nähe gespielt. Mit der National- mannschaft hatten wir in München den Tag des Handballs, in Großwall- stadt haben wir häufig Trainingslager – so oft habe ich aber wirklich nicht in Bayern gespielt. Deswegen freue ich mich umso mehr auf den Rexel Super Cup.

Was macht dieser Wettbewerb für Sie aus? Lisa Antl: Das ist insgesamt eine coole Sache vor so vielen Fans in dieser vol- len Riesen-Arena zu spielen und ein Event gemeinsam mit den Männern zu haben. Beide Geschlechter vereint gibt es im Handball ja eher selten. Das ist dann umso schöner. Wie schon in der Finalserie der Vor- saison geht es wieder gegen die HSG Blomberg-Lippe. Sind das auch die bei- den besten Frauenhandball-Teams in Deutschland? Lisa Antl: Auf jeden Fall, das hat die ab- solut ausgeglichene Finalserie gezeigt. Ich weiß nicht, wie oft wir in den letz- ten Jahren gegen Blomberg gespielt haben, aber jetzt geht es in einem Spiel wieder um einen Titel. Man kennt sich also ziemlich gut. Wie haben Sie die Finalserie verdaut? Lisa Antl: Die gesamte letzte Saison war mental ziemlich aufgeladen: WM-

Silber, Pokalsieg, Play-Offs und dann die verpasste Meisterschaft, als wir die Titelhoffnung im letzten Spiel begra - ben mussten. Wir haben jetzt ein neu- es Team, Blomberg hat ein neues Team, die Karten werden also neu gemischt. Ist der Rexel Super Cup also schon eine erste Standortbestimmung? Lisa Antl: Ich denke, dafür ist es noch zu früh, definitiv ist das ein krasser Ein - stieg in die neue Saison, das ist ja so ein bisschen wie Pokal und das Ende der Vorbereitung. Danach kommen in al- len Wettbewerben noch so viele Spiele. Aber mit einem Titel in die Saison zu starten und ein Ausrufezeichen zu set- zen, wäre doch ein guter Einstieg. In Kay Rothenpieler hat der BVB einen neuen Trainer – wie war der Start? Lisa Antl: Bisher war alles wirklich sehr gut, er bringt neue Impulse und frischen Wind, wir spielen deutlich schneller und hatten bislang viel Spaß. Wir grooven uns gerade alle ein mit ihm. Im Winter steht das nächste Turnier mit der Nationalmannschaft an. Wie groß sind die Erwartungen und Hoffnungen für die Europameisterschaft nach WM- Silber im Vorjahr? Lisa Antl: Das ist aktuell noch weit weg, wir hatten ja noch nicht mal den ersten Lehrgang der Saison. Ich den- ke natürlich schon an die EM, aber da kommt erst einmal eins nach dem an- deren. Ohne Aimee von Pereira und Xe- nia Smits ist das natürlich schon etwas anderes, aber wir wollen uns selber na- türlich beweisen, dass wir wieder ähn- lich weit kommen können wie bei der EM.

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