LASSE LUDWIG: „WIR HABEN NOCH LUST AUF WEITERE TITEL“
U21-Weltmeister, Deutscher Meister, DHB-Pokalsieger, je zweimal Super- Cup-Sieger und Champions-League- Finalist – und das mit 23 Jahren! Lasse Ludwigs Karriere ist auf der Überhol- spur, nun hat der Füchse-Schluss- mann einen neuen Kollegen zwischen den Pfosten. 2025 gewannen die Füchse die Super- Cup-Premiere in München, Sie hielten den entscheidenden Siebenmeter ge- gen Kiel. Die Erinnerungen an den SAP Garden dürften also äußerst positiv sein? Lasse Ludwig: Ja klar, das war ein sehr guter Start in die Saison – und schön, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte. Der Rexel Super Cup ist immer ein echter Prüfstand für die neue Sai- son, ein Bonustitel. Natürlich wollen wir auch dieses Jahr wieder gewinnen. Es wäre der Super-Cup-Hattrick für Berlin – das hat vorher nur der THW Kiel geschafft… Lasse Ludwig: Wir wollen uns noch nicht mit der Titelanzahl des THW ver- gleichen, aber ein dritter Sieg in Folge wäre eine richtig gute Leistung. Wir werden alles reinwerfen und Vollgas geben, um das zu schaffen. In München geht es gegen den SC Mag- deburg – sind das auch für Sie immer besondere Partien? Lasse Ludwig: Ja klar, wir kennen sie sehr gut, sie kennen uns und am zwei- ten Spieltag treffen wir in der Liga ja gleich wieder auf Magdeburg. Das ist
se Rolle als Jäger und Gejagter an? Lasse Ludwig: Es ist ein tolles Gefühl, das zeigt, dass wir einige Titel gewon- nen haben. Aber es erzeugt natürlich auch immer Druck – wobei ich immer sage, dass es ohne Druck nicht geht und ich auch gerne Druck habe. Auch wenn wir viel gewonnen haben, haben wir natürlich noch Lust auf weitere Ti- tel. Wir können inklusive Vereins-WM fünf Titel gewinnen, das ist ein gutes Gefühl, auch wenn wir nicht alle ge- winnen werden. Gibt es eine Priorität auf einen Wett- bewerb? Lasse Ludwig: Nein, es geht immer von Spiel zu Spiel, egal welcher Wett- bewerb. Natürlich sieht man irgend- wann, wo man steht in den verschie- denen Wettbewerben, aber wir werden uns mit Sicherheit nicht in einem Spiel ausruhen, um in einem anderen Wett- bewerb mehr Gas zu geben, jedes Spiel zählt, egal, ob in der Liga oder Cham- pions League. Wer über die Füchse spricht, kommt an Mathias Gidsel nicht vorbei. Ist es für den Rest des Teams gut zu wissen gut, dass man einen hat, der die Verantwor- tung übernimmt, oder ist jeder andere Spieler genau so wichtig? Lasse Ludwig: Von beidem etwas. Mat- hias ist aktuell der beste Handballer auf diesem Planeten – und es ist ein tolles Gefühl, ihn in unserem Team zu haben. Andererseits weiß er auch, wie wichtig alle anderen Spieler sind. Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.
für mich als Torwart gut, da sind die Wurfbilder noch frisch. Beide Mann- schaften haben ein paar Neuzugänge, und es wird wie immer ein heißes Du- ell. Nach dem Weggang von Dejan Milosav- ljev bilden Sie das Torhütergespann nun mit Andreas Palicka – wie eingespielt sind Sie schon mit dem Schweden? Lasse Ludwig: Das fühlt sich nicht an, als ob wir erst seit ein paar Wochen zusammenspielen, sondern schon wie zwei, drei Jahre. Andreas hat mir das auch sehr einfach gemacht, wir haben eine sehr gute Kommunikation, er hat mir die Erfahrung voraus, aber ich kann ihn auch unterstützen, im Training oder in Testspielen mit guter Leistung. Aber alles fühlte sich schnell sehr vertraut an. Wird es künftig einen Status Nummer 1/Nummer 2 geben, oder wird das von Spiel zu Spiel entschieden? Lasse Ludwig: Das müssen Sie den Trainer fragen. Mir wurde sehr viel Ver- trauen versichert, und ich weiß auch nicht, wie dann eine Namensgebung aussieht, ob Nummer 1 und 2 oder 1a und 1b. Das Wichtigste ist, dass wir zwei gute Torhüter haben, die mitein- ander eingespielt sind, die braucht man auf diesem Level auch. Natürlich kann immer nur einer spielen, aber ich hoffe, dass ich viele Anteile an einer erfolgrei- chen Saison haben werde. Die Füchse gehen als Pokalsieger sowie Vizemeister und Champions-League- Finalist in die Saison. Wie fühlt sich die-
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