FÜCHSE BERLIN: DIE JAGD AUF DEN TITEL-HATTRICK
„Der Rexel Super Cup ist ein Titel und wir wollen jeden Titel holen, den wir können“, sagt Kapitän Max Darj: „Wir wollen natürlich mit dem weiterma- chen, was wir die letzten Jahre aufge- baut haben.“ Im Vorjahr rettete Lasse Ludwig die Titelverteidigung, als er den entscheidenden Siebenmeter parierte. Seinerzeit war noch Meistermacher Ja- ron Siewert an der Seitenlinie, wenige Wochen später übernahm Nicolej Kri- ckau als Cheftrainer. Der Däne führte die Füchse in der Saison 2025/26 zum zweiten Pokal- sieg der Vereinsgeschichte, zur Vize- meisterschaft in der „stärksten Liga der Welt“ sowie in das Finale der EHF Champions League. Auch in die Saison 2026/27 gehen Krickau und die Füch- se äußerst ambitioniert: „Wir wollen in allen Wettbewerben um den Titel mitspielen, als erstes eben im Super Cup, dann kommen HBL, DHB-Pokal, Klub-WM und Champions League. Wir werden so viele Spiele haben, dass es keinen Sinn macht, von Ergebniszie- len zu sprechen. Wir müssen uns Tag für Tag verbessern.“ In München freut sich der Füchse-Coach nicht nur, „Teil eines tollen Events zu sein“, sondern auch auf ein Topspiel gegen einen Top- gegner: „Der Rexel Super Cup ist unser erstes wichtiges Spiel der Saison ge- gen einen Gegner, mit dem wir viele Er- fahrungen haben. Wir haben eine neue Aufstellung und wir freuen uns darauf, zu sehen, wie das aussieht im direkten Duell mit Magdeburg.“ Der Kern der Mannschaft ist zusam- mengeblieben. Mit Welthandballer Mathias Gidsel, Torschützenkönig der Opel HBL, der EHF Champions League und der Europameisterschaft im Ja- nuar, verfügen die Berliner über den wohl spektakulärsten Spieler der Welt.
Dazu kommen die deutschen Natio- nalspieler Tim Freihöfer, Nils Lichtlein, Lasse Ludwig und Matthes Langhoff oder die serbische Abwehrkante Mijaj- lo Marsenić und der Norweger Tobias Grøndahl. Mit Dejan Milosavljev, Lasse Andersson und Lukas Herburger haben allerdings drei Spieler die Füchse verlassen, die in den vergangenen Jahren großen Anteil am sportlichen Aufstieg hatten. Be- sonders der Abschied von Andersson hinterlässt eine Lücke im linken Rück- raum, während Milosavljev über Jahre zu den besten Torhütern der Bundes- liga gehörte. Auf den Serben folgt mit Andreas Palicka einer der erfolgreichs- ten Torhüter der vergangenen 15 Jahre. Außerdem kehrt Frederik Simak nach starken Leistungen beim TBV Lemgo Lippe wieder zu seinem Heimatverein zurück. „Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und nicht jeden Ab- gang eins zu eins ersetzen“, beschreibt Krickau seine Philosophie.
Nicolej Krickau
Nach 2024 und 2025 wollen die Füch- se Berlin sich erneut zum Sieger beim Rexel Super Cup krönen. Drei Stamm- spieler haben den Pokalsieger verlas- sen, der dennoch hoch ambitioniert in die neue Saison geht. Die Füchse können in die Fußstapfen des THW Kiel treten und Geschichte schreiben – denn nur die Zebras haben es bislang geschafft, den ersten Titel der Saison mehr als zweimal in Folge zu gewinnen. Kiel errang von 2020 bis 2023 sogar vier Titel in Folge. Danach hieß der Sieger zweimal Füchse Ber- lin. In Düsseldorf gab es 2024 einen 32:30-Erfolg gegen den SC Magdeburg. Im vergangenen Jahr, bei der Premiere in München, einen 34:33-Sieg im Sie- benmeterwerfen gegen den THW. Und 2026? Wieder sind die Füchse beim Rexel Super Cup dabei, dieses Mal als Pokalsieger, wie 2024 heißt der Gegner SC Magdeburg.
Welthandballer Mathias Gidsel
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