Rexel Super Cup 2026 - Das offizielle Magazin

Dominik Kuzmanović mit seinem Vorgänger Nikola Portner

DOMINIK KUZMANOVIĆ: „ICH MACHE MIR KEINEN GROSSEN KOPF“

Nach zwei Jahren im Tor des VfL Gum- mersbach ist der kroatische Schluss- mann zum SC Magdeburg gewechselt, nachdem Sergey Hernández und Niko- la Portner den Verein verlassen haben. Dort bildet der 24-Jährige mit seinem Landsmann Matej Mandić das Tor - hütergespann. Warum er sich gleich doppelt auf München freut, erzählt Kuzmanović in diesem Interview. Nach den ersten Wochen in der neuen Heimat – wie haben Sie sich in Magde- burg eingelebt? Dominik Kuzmanović: Sehr gut. Es ist einfacher in einem Land den Verein zu wechseln als in ein anderes Land zu ge- hen. Ich kannte Deutschland ja schon aus Gummersbach. In Magdeburg hat alles toll geklappt, ich bin sehr früh umgezogen, die Wohnung ist toll, ich bin schnell in der Mannschaft ange- kommen. Ist es dabei ein Vorteil, dass Ihr Torwart- kollege Matej Mandić und Torwarttrai - ner Dino Spiranec auch Kroaten sind? Dominik Kuzmanović: Ich spreche deutsch, aber in manchen Situationen im Training ist es gut, wenn wir et- was schnell in unserer Muttersprache klären können. Ich habe Matej unter- stützt, als er nach Magdeburg kam, weil ich die deutschen Behörden und alles ja schon kannte. Das hat ihm den Wechsel leichter gemacht – und dann hat man mehr Zeit, sich auf den Sport zu konzentrieren.

Im Nationalteam bilden Sie mit Mandić ein Duo, sind Sie somit auch eingespielt für Magdeburg? Dominik Kuzmanović: Matej und ich spielen seit über zehn Jahren zusam- men, von der Jugend-Nationalmann- schaft bis in die A-Mannschaft. Wir sind beide total froh, dass wir diesen Weg gemeinsam geschafft haben. Aber wir sind völlig unterschiedliche Tor- hütertypen. Dass wir uns da ergänzen, macht die Sache noch besser für un- sere Mannschaften. Er hat seinen Stil, ich habe meinen – und am Ende ist es unser Job, die Bälle zu halten. Fühlen Sie sich in Magdeburg unter be- sonderem Druck – schließlich folgen Sie auf Sergey Hernández und Nikola Portner? Dominik Kuzmanović: Sergey und Ni- kola sind Torhüter von überragender Qualität, sie haben die Geschichte dieses Vereins in den letzten Jahren mitgeprägt. Sie waren an vielen Titeln beteiligt und waren immer dann über- ragend, wenn es darauf ankam. Daher ist es klar, dass die Fans jetzt hohe Er- wartungen an mich haben – aber ich weiß, was ich mache und warum ich nach Magdeburg gekommen bin. Ich mache mir keinen großen Kopf, ob es solchen Druck gibt. Vielmehr freue ich mich über die Chance, mich hier be- weisen zu können und werde hart dafür arbeiten, die Erwartungen zu erfüllen. Sie haben die zahlreichen Magdeburger Titel des SCM in den vergangenen Jah-

ren angesprochen – wie ist Ihr Titel- hunger für die Zukunft? Dominik Kuzmanović: Genau diese Situation hat mich gereizt. Wenn du für Magdeburg spielst, musst du jedes Spiel gewinnen. Diese Erwartungshal- tung der Fans und des Umfelds hat sich die Mannschaft erarbeitet. Wir wollen immer auf höchstem Niveau spielen, auch schon in jedem Testspiel, und na- türlich später in allen Wettbewerben. Der erste Wettbewerb ist der Rexel Super Cup in München. Meister Magde- burg gegen Pokalsieger Berlin – gibt es einen schöneren Saisonstart? Dominik Kuzmanović: Nein, das könnte nicht besser sein. Jeder Spieler träumt von solchen Partien. Die Füchse haben Qualität, wir haben Qualität, das wird superspannend für alle, Spieler und Fans. Ich habe auch noch nie im SAP Garden gespielt, daher freue ich mich auf eine überragende Atmosphäre in dieser großen und ausverkauften Halle – das wird ein geiles Event. Für Sie wird der Rexel Super Cup ein erster Vorgeschmack auf den SAP Gar- den. Im Januar spielen Sie dort die WM- Vorrunde – und da werden Tausende kroatische Fans kommen… Dominik Kuzmanović: Das werden Heimspiele für uns. Gerade in München werden wir unglaublich unterstützt, dort leben viele unserer Landsleute, und die werden für eine Riesen-Unter- stützung sorgen. Der SAP Garden wird voll mit Kroaten sein.

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