Lidl Final4 2026 - Das offizielle Magazin

Das offizielle Magazin zum Highlight-Event des deutschen Handballs - das Lidl Final4 2026!

DAS OFFIZIELLE MAGAZIN

LIDL FINAL4 UM DEN DHB-POKAL

SOUVERÄN AUFGESTELLT

Auf der Platte und im Digitalen

Gutes Teamwork, durchdachte Spielzüge und eine vorausschauende Abwehr – so sieht richtige Souveränität aus.

www.schwarz-digits.de Digitale Souveränität für Europa.

INHALTSVERZEICHNIS Der DHB-Pokal: Das Objekt der Begierde Gemeinsam für Live-Sport in Bestform: Die Unternehmen der Schwarz Gruppe und Dyn Die Gewinner des DHB-Pokals / Die erfolgreichsten Vereine Die vier Schiedsrichter-Teams des Lidl Final4 2026

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IMPRESSUM

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HERAUSGEBER: DAIKIN HBL

11 13 15 16 18 20 22 26 30 34 39 40 42 43 45 47 49 50 51

Die Regularien des Lidl Final4

REDAKTIONSLEITUNG: Daniel Mayr, Leiter Content & Redaktion

Zahlen, Daten, Fakten zum DHB-Pokal

Füchse Berlin stehen erstmals seit 2014 im Finale des DHB-Pokals

Rudeck hält, Beyer trifft: Bergischer HC schafft Siebenmeter-Sensation gegen Magdeburg

REDAKTION: Björn Pazen, Lynn Kummer, Daniel Mayr, Sporthilfe, DHB, DKB, Carlos, Stadt Köln, Robert- Enke-Stiftung, Select FOTOS: Lukas Schulze, Sascha Klahn, Costa Belibasakis, DAIKIN HBL, Imago

Lidl Final4: Im Finale Berlin gegen BHC kommt es zu einer Premiere

TBV Lemgo Lippe: Kader, Club, Interview Füchse Berlin: Kader, Club, Interview Bergischer HC: Kader, Club, Interview SC Magdeburg: Kader, Club, Interview Saisonendspurt in der DAIKIN HBL und 2. HBL: Wer holt den Titel und wer nutzt die Bühne?

Meisterliche Momente aus 60 Jahren Handball-Bundesliga DKB Spieler des Turniers: Wer wird Nachfolger von Andreas Wolff? Gemeinsam stark – wenn Handball und Inklusion zusammenkommen Sporthilfe – Jan Mudrow: Von der Sporthilfe gefördertes Top-Talent

GRAFIK/LAYOUT: Satzkontor CICERO Cordes GmbH, Glücksburg Rainer Cordes cordes@cicero-mc.de

Heim-WM: Erst der Klassiker, dann die Weltmeisterschaft

Punkte sammeln mit der CARLOS App Die DAIKIN HBL jetzt auch auf WhatsApp! Mein Lidl Final4 – Das Handball-Wimmelbuch

HBL & SELECT präsentieren exklusiven Spielball für das LIDL Final4 2026 53 Rexel Super Cup – Der erste Höhepunkt der neuen Saison mit neuem Namen 55 Kölner Sportjahr 2026: Zahlreiche Highlights und sportliche Vielfalt 57 Robert Enke Stiftung – Gemeinsam über Depression sprechen 58

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DIE GEWINNER DES DHB-POKALS

(seit der Einführung des Final4 1993)

Jahr

Verein

Jahr

Verein

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

SG Wallau/Massenheim SG Wallau/Massenheim

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2022 2023 2024 2025

THW Kiel

HSV Handball

TBV Lemgo

THW Kiel THW Kiel THW Kiel

SC Magdeburg

TBV Lemgo

THW Kiel THW Kiel THW Kiel

Füchse Berlin

SG Flensburg-Handewitt

SC Magdeburg

VfL Bad Schwartau

THW Kiel

TBV Lemgo

Rhein-Neckar Löwen

SG Flensburg-Handewitt SG Flensburg-Handewitt SG Flensburg-Handewitt

THW Kiel

TBV Lemgo Lippe

THW Kiel

HSV Handball

Rhein-Neckar Löwen

THW Kiel THW Kiel

SC Magdeburg

THW Kiel

2022 THW Kiel

2023 Rhein-Neckar Löwen

2024 SC Magdeburg

2025 THW Kiel

DIE ERFOLGREICHSTEN VEREINE (seit 1975) Position Verein Pokalsiege Finalteilnahmen

Jahr(e)

1.

THW Kiel

13

17

1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013, 2017, 2019, 2022, 2025

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

VfL Gummersbach

5 4 4 4 3 3 3 2 2 2 1 1 1 1 1

8

1977, 1978, 1982, 1983, 1985

SG Flensburg-Handewitt

13

2003, 2004, 2005, 2015 1980, 1984, 1987, 1989 1995, 1997, 2002, 2020

TV Großwallstadt

6 5 8 6 3 5 4 3 2 2 1 1 1

TBV Lemgo

SC Magdeburg TUSEM Essen GWD Minden

1996, 2016, 2024 1988, 1991, 1992 1975, 1976, 1979

Rhein-Neckar Löwen

2018, 2023 2006, 2010 1993, 1994

10. 11. 12.

HSV Handball

SG Wallau/Massenheim TuS Nettelstedt-Lübbecke

1981 2014 1986 1990 2001

Füchse Berlin

14.

MTSV Schwabing TSV Milbertshofen VfL Bad Schwartau

9

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DIE VIER SCHIEDSRICHTER-TEAMS DES LIDL FINAL4 2026

Für die Brüder Thiyagara- jah wird es das zweite Fi- nal4-Finale und auch die beiden Halbfinals beim Lidl Final4 werden von Ge- spannen mit viel Final4- Erfahrung geleitet. Für die Schiedsrichter im Spiel um Platz drei ist es eine Premiere in Köln. Zum zweiten Mal nach 2023 leiten Ramesh und Suresh Thiyagarajah das Finale beim Lidl Final4 in Köln. Vor drei Jahren hat- ten die beiden Brüder bei der Premiere des Finaltur- niers um den DHB-Pokal

Hurst und Mirko Krag. Für das Duo aus dem DHB- Elitekader ist es der dritte Einsatz bei dem Finaltur- nier in Köln. 2023 waren sie für das Spiel um Platz drei nominiert, 2025 leite- ten sie das Halbfinale zwi - schen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen. Das Spiel um Platz 3 hin- gegen ist eine Premiere: Julian Köppl und Denis Regner aus dem DHB-Eli- tekader sind zum ersten Mal für ein Finalturnier nominiert worden. „Das Finalturnier in Köln ist

den SC Magdeburg verantwortlich. Auch für die beiden Halbfinals wurden Gespanne mit Final4-Erfahrung no- miniert: Das erste Halbfinale zwischen dem TBV Lemgo Lippe und den Füch- sen Berlin (15:45 Uhr, live bei Dyn und in der ARD) leiten Fabian Baumgart und Philipp Dinges. Für Baumgart ist das Halbfinale die siebte Ansetzung bei einem Finalturnier (2015, 2017, 2025: Halbfinale; 2018, 2019 und 2022: Fi - nale). Seit dem Karriereende seines langjährigen Partners Sascha Wild im Dezember 2023 pfeift Baumgart mit Philipp Dinges. Für Dinges wiederum ist es die zweite Nominierung für ein Fi- nalturnier nach 2025. Mitte März leite- ten Baumgart/Dinges zudem das Finale um den Frauen-DHB-Pokal in Stuttgart zwischen Borussia Dortmund und der HSG Bensheim/Auerbach. Das zweite Halbfinale zwischen dem Bergischen HC und dem SC Magdeburg (18.45 Uhr, live bei Dyn) leiten Marcus

in der LANXESS arena einen langen Dienst zu verrichten, denn das End- spiel zwischen den Rhein-Neckar Lö- wen und dem SC Magdeburg wurde erst nach Verlängerung und Sieben- meterwerfen entschieden. 2025 lei- teten Thiyagarajah/Thiyagarajah das Endspiel um den DHB-Pokal der Frau- en, im November/Dezember 2025 vertraten sie den Deutschen Hand- ballbund bei der Frauen-Weltmeister- schaft. „Ramesh und Suresh waren in vielen Spitzenspielen der Männer- und der Frauen-Bundesliga sowie inter- national erfolgreich im Einsatz und haben eine große Final4-Erfahrung“, sagt Jutta Ehrmann, Leiterin Schieds- richterwesen beim DHB. Ihre Premiere beim Frauen-Final4 feierten Ramesh und Suresh Thiyagarajah 2019, als sie wie 2021 und 2022 jeweils ein Halb- finale leiteten. 2024 waren die Brü - der beim Final4 der Männer in Köln für das Halbfinale Füchse Berlin gegen

wie für die Mannschaften auch für die Schiedsrichter ein großes Ziel. Alle vier nominierten Gespanne gehören zu den Topteams im Elitekader“, betont Jutta Ehrmann. SAMSTAG, 18.04.2026 15:45 Uhr: TBV Lemgo Lippe vs. Füchse Berlin Schiedsrichter: Fabian Baumgart/ Philipp Dinges 18:45 Uhr: Bergischer HC vs. SC Magdeburg Schiedsrichter: Marcus Hurst/ Mirko Krag SONNTAG, 19.04.2026 12:45 Uhr: Spiel um Platz 3 Schiedsrichter: Julian Köppl/ Denis Regner 15:45 Uhr: Finale Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah

Fabian Baumgart/Philipp Dinges

Marcus Hurst/Mirko Krag

Julian Köppl/Denis Regner

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EUROPAPOKAL, VERLÄNGERUNGEN, VIDEO- BEWEIS – DIE REGULARIEN DES LIDL FINAL4

Wer qualifiziert sich vom Lidl Final4 für den Europapokal, wann gibt es Ver- längerung, wann Siebenmeterwerfen – und welche Technologien kommen beim Lidl Final4 in der Kölner LANXESS arena zum Einsatz? Diese Fragen wer- den hier beantwortet. Buzzer und Videobeweis In der DAIKIN Handball-Bundesliga und dem Pokal-Finalturnier sind der Auszeit-Buzzer und der Videobeweis längst Standard – und kommen auch beim Lidl Final4 2026 zum Einsatz. Die Situationen, für die Schiedsrichter einen Videobeweis einsetzen können, sind in den Regularien klar definiert. Die Entscheidungen werden in der Hal- le von den Schiedsrichtern verkündet, zudem werden die Videosequenzen, die sich die Schiedsrichter anschauen auf den Videowürfel projiziert, analog zu den Fernsehbildern. Seit dem vergangenen Jahr wird zu- dem die Torlinientechnik mit zwei Ka-

Sollte dieser sich ebenfalls auf ande- rem Wege für die Champions League oder die European League qualifiziert haben, geht der fünfte Europapokal- platz an den Fünftplatzierten der DAI- KIN HBL. Der Sieger des Spiels um Platz drei beim Lidl Final4 2026 qualifiziert sich nicht für den Europapokal. Die An- zahl der europäischen Startplätze kann sich allerdings noch erhöhen, wenn ein deutscher Vertreter die European League gewinnt. Rexel Super Cup Am 22. August 2026 treffen im Münch - ner SAP Garden im dritten gemeinsa- men Rexel Super Cup von DAIKIN HBL und Alsco HBF jeweils die Meister und Pokalsieger der Männer- und Frauen- Bundesligen aufeinander. Der Sieger des Lidl Final4 2026 ist automatisch qualifiziert. Schafft der Pokalsieger auch das Double und wird Meister, qualifiziert sich der Vizemeister für den Rexel Super Cup.

meras in den Toren eingesetzt, mit der die Schiedsrichter überprüfen können, ob ein Ball in vollem Umfang hinter der Torlinie war, beziehungsweise ob der Ball in der regulären Spielzeit hinter der Linie war. Daneben signalisiert die Goal-Light-Technologie den Schieds- richter zum Beispiel eine Auszeit. Verlängerung In den beiden Halbfinalspielen sowie dem Finale folgt eine Verlängerung von 2 x 5 Minuten, wenn die Partie nach der regulären Spielzeit nicht entschieden ist. Steht nach dieser Verlängerung im- mer noch kein Sieger fest, folgt ein Sie- benmeterwerfen. Beim Spiel um Platz 3 folgt sofort ein Siebenmeterwerfen, wenn die Partie nach 60 Minuten noch unentschieden steht. Spiel um Platz drei Am Sonntag wird vor dem DHB-Pokal- finale auch der dritte Platz ausgespielt. Wie auch in den Vorjahren ist das Preis- geld für die vier Teilnehmer je nach Ab- schneiden gestaffelt ist. Ein weiteres Bonbon für den Drittplatzierten: genau wie die beiden Finalteilnehmer über- springt der Dritte des Lidl Final4 2026 eine Pokalrunde und steigt im DHB- Pokal 2026/27 erst im Achtelfinale ein. Europapokalqualifikation Deutschland verfügt über fünf fixe Plätze in den europäischen Wettbe- werben (Champions League und Euro- pean League). Der fünfte Europapokal- platz ist für den Pokalsieger reserviert. Sollte der Pokalsieger sich über die Liga für die Champions League quali- fizieren, rückt der Verlierer des Pokal - finales nach in die European League.

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ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN ZUM DHB-POKAL

Flensburg-Handewitt dreimal in Fol- ge den DHB-Pokal gewonnen (2003- 2005). Der THW war 2013 auch die letzte Mannschaft, die einen Pokalsieg ver- teidigen konnte. Danach haben in elf Auflagen sechs verschiedene Teams den Pokal gewonnen. Und auch dieses Jahr wird sich daran nichts ändern, weil der THW als Titelverteidiger im Viertel- finale gegen Berlin ausschied. Kein Trainer gewann den DHB-Pokal häufiger als Alfred Gislason mit sechs Titeln mit dem THW Kiel (2009, 2011, 2012, 2013, 2017 und 2019). Gislason war zudem der Erste, der den DHB-Po- kal als Spieler (1988 mit TuSem Essen) und später als Trainer gewann. Vier Trainer haben den DHB-Pokal als Spieler und Trainer gewonnen – und einer ist dieses Jahr wieder am Start: Florian Kehrmann (Lemgo/Lemgo), ne- ben Gislason (Essen/Kiel) und Filip Jicha (Kiel/Kiel). Zwei der vier aktuellen Cheftrainer ha- ben den DHB-Pokal bereits gewonnen: Florian Kehrmann 2002 als Spieler des TBV Lemgo und 2020 als Trainer der Ostwestfalen. Bennet Wiegert war als Trainer des SCM 2016 und 2024 DHB- Pokalsieger. DHB-Pokal-Rekordsieger als Spieler ist Christian Zeitz, der sieben Mal mit dem THW Kiel Pokalsieger wurde (2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013 und 2017.

Seit 1975 wird der DHB-Pokal aus- gespielt, seit 1994 wird der Sieger in einem Finalturnier ermittelt. Das erste Turnier fand in Frankfurt statt, bis 2022 war Hamburg Gastgeber, zunächst acht Mal in der Alsterdorfer Sporthal- le, von 2003 bis 2022 in der Barclays Arena. Seit 2023 wird der Sieger in der LANXESS arena Köln ermittelt, seit dem Vorjahr trägt das Turnier erstmals den Namen Lidl Final4. Drei der vier Teilnehmer des Lidl Final4 2026 haben den DHB-Pokal bereits gewonnen. Der TBV Lemgo ist vierfa- cher Pokalsieger (1995, 1997, 2002 und 2021) dreimal steht der SC Magdeburg in der Siegerliste (1996, 2016, 2024). Die Füchse Berlin haben die Trophäe einmal (2014) gewonnen, der Bergische HC könnte hingegen seinen ersten Po- kalsieg feiern. Zum zweiten Mal qualifizierte sich der BHC für ein Pokal-Final4 – und traf 2016 wie heute im Halbfinale auf den SCM, verlor erst nach Verlängerung 33:36. Rekordsieger ist der THW Kiel mit 13 Pokalsiegen (inklusive 2025) vor dem VfL Gummersbach (5). Dahinter folgen die SG Flensburg-Handewitt, der TBV Lemgo und der TV Großwallstadt mit je vier Titeln. Dreimal gelang dem THW Kiel ein Po- kal-Hattrick (1998-2000), 2007-2009, 2011 bis 2013). Daneben hat die SG

Rekordtitelträger Alfred Gislason Gislason und Filip Jicha

Sogar achtmal Mal gewann THW-Trai- ner Jicha den DHB-Pokal: 5x als Spieler (2008, 2009, 2011, 2012 und 2013), 1x als Co-Trainer (2019) und 2x als Chef- trainer (2022, 2025). 15 Tore war die höchste Tordifferenz in einem DHB-Pokal-Finale, als der THW Kiel 1998 den TV Niederwürzbach mit 30:15 besiegte. Knapp dahinter war das 2024er-Finale SC Magdeburg vs. MT Melsungen (30:19). 16 verschiedene Mannschaften haben seit 1975 den DHB-Pokal gewonnen, neun verschiedene Vereine haben sich seit der Einführung des Finalturniers im Jahr 1994 in die Siegerliste einge- tragen (Kiel, Flensburg, Lemgo, Ham- burg, Wallau-Massenheim, Magdeburg, Rhein-Neckar Löwen, Bad Schwartau, Füchse Berlin). 25 verschiedene Vereine haben seit 1975 das Pokalfinale erreicht. Der ein - zige Zweitligist, dem das seit Einfüh- rung des Finalturniers gelang, ist die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 1997. DHB-POKAL-JUBILÄUM Im vergangenen Jahr hat der DHB- Pokal 50-jähriges Jubiläum ge- feiert. Alle Informationen, Videos, Bilder und Stories zu diesem run- den Jubiläum gibt es hier:

Haben den Pokal als Spieler und Trainer gewonnen: Florian Kehrmann und Heiner Brand

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FÜCHSE BERLIN STEHEN ERSTMALS SEIT 2014 IM FINALE DES DHB-POKALS

Die neutralen Fans in der LANXESS arena hatten nun ebenfalls ihr Herz für den Underdog entdeckt. Aber im- mer dann, wenn der TBV die Chance zum Ausgleich hatte, vergab das Kehr- mann-Team, wie nach dem 31:32, als Kastelic einen Siebenmeter von Tobi- as Grøndahl abgewehrt hatte. Und so kämpften sich die Füchse aus dieser Talsohle heraus, setzten sich fünf Mi- nuten vor dem Ende wieder auf drei Tore ab – und in der Schlussphase zeigte auch Welthandballer Gidsel sei- ne Klasse, der am Ende acht Treffer er - zielte und gemeinsam mit Andersson auf 19 Treffer kam. DIE STIMMEN ZUM SPIEL: Florian Kehrmann, Trainer TBV Lemgo Lippe: „Die Füchse sind ein verdienter Sieger. In einem Halbfinale muss alles passen, speziell, wenn man gegen den Meister spielt. Der Vier-Tore-Rück- stand zur Pause war eine schwere Hy- pothek, aber wir kämpfen uns zurück, weil wir diese Qualität haben, um im- mer an uns zu glauben. Wir haben das gemacht, was ich mir gewünscht habe. Insgesamt ist das ein unglaubliches Event, was in der Halle abging, war wunderbar. Milosavljev im Tor hatte eine herausragende Leistung, und na-

Dank 18 Paraden von Torwart Dejan Milosavljev und elf Toren von Lasse An- dersson schlägt der Deutsche Meister von 2025 den TBV Lemgo Lippe im ers- ten Halbfinale des Lidl Final4 in Köln. Zwischenzeitlich stand die Partie in der ausverkauften LANXESS arena aber auf des Messers Schneide. Zum dritten Mal nach 1984 (damals noch als Reinickendorfer Füchse) und 2014 stehen die Füchse Berlin in einem DHB-Pokal-Finale. Im ersten Halbfina - le des Lidl Final4 in der ausverkauften LANXESS arena gelang der Mannschaft von Nicolej Krickau ein 39:36-Erfolg gegen den TBV Lemgo. Den bislang ein- zigen Titel im Pokal gewann der aktuelle Super-Cup-Sieger im Jahr 2014 durch einen Finalerfolg über Flensburg. Bes- te Werfer der packenden Partie waren Lasse Andersson mit elf Treffern für die Füchse und Tim Suton (acht Tore für den TBV), der auch als bester Spieler der Partie ausgezeichnet wurde.

Füchse durch. Innerhalb von sechs Mi- nuten gelang dem Meister ein 6:2-Lauf zum 11:9. In der Offensive hatte das Trio Mathias Gidsel, Lasse Andersson und Nils Lichtlein seinen Rhythmus ge- funden, auf deren Konto gingen 14 der 20 Berliner Treffer in der ersten Hälfte. Ein noch wichtigerer Faktor war aller- dings Torwart Dejan Milosavljev, der ab der achten Minute mächtig auf- drehte und zur Pause schon bei elf ab- gewehrten Würfen stand. Vor allem in den letzten Minuten der ersten Hälfte war der Serbe kaum zu überwinden – und so gingen die Füchse mit einem verdienten Vier-Tore-Vorsprung in die Pause. Doch der TBV kam wie verwandelt aus der Kabine, mit einer deutlich höhe- ren Effektivität dank 7-gegen-6 im Angriff, einer stärken Defensive und lautstarker Unterstützung aus ihrem blauen Fanlager. Zudem machte sich der Torwartwechsel von Constantin Möstl auf Urh Kastelic positiv bemerk- bar. Ein Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte durch den Ex-Berliner Frederik Simak und Bobby Schagen sorgte für das 26:27 – der TBV stand kurz davor, die Partie zu kippen. Die TBV-Fanecke rastete aus, Berlin wurde hektisch, al- les war wieder offen.

Halbfinale 1: TBV Lemgo Lippe vs. Füchse Berlin 36:39 (16:20)

Der TBV Lemgo Lippe hatte anfangs mehr vom Spiel, angetrieben von Tim Suton, der fünf seiner acht Tore vor der Pause erzielte. Aber nach der 7:5-Füh- rung der Ostwestfalen starteten die

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türlich auch Mathias Gidsel. Es ist fas- zinierend, mit welcher Selbstverständ- lichkeit er in schweren Situationen die richtigen Entscheidungen trifft.“ Lukas Hutecek, Spieler TBV Lemgo Lippe: „Die LANXESS arena ist immer was Besonders, unsere Fans haben uns unglaublich im Spiel gehalten. Wenn der Wurf von Niels Versteijnen in der Schlussphase reingeht und nicht an den Pfosten, wird es noch einmal rich- tig eng. Es waren am Ende viele kleine Sachen, aber in der zweiten Hälfte ha- ben wir offensiv nahe an der Perfektion gespielt. Es ist unglaublich schwer, die Füchse 60 Minuten in den Griff zu be - kommen, wir haben es teilweise ge- schafft. Insgesamt haben wir zu viele einfache Fehler gemacht, die sie eis- kalt bestraft haben.“ Nicolej Krickau, Trainer Füchse Berlin: „Lemgo ist eine starke Mannschaft mit viel Mentalität. Wir sind einfach nur glücklich, dass wir für diese Saison mit Lemgo fertig sind. Wir hatten eine sehr gute erste Hälfte, aber Lemgo gibt nie auf, daher sind wir sehr zufrieden, dass wir den Sieg errungen haben. Ich bin super zufrieden mit der ersten Hälfte, dank des Vier-Tore-Vorsprungs hatten wir etwas mehr Luft. Als Lemgo mehr 7-gegen-6 spielte, haben wir sie nie richtig in den Griff bekommen, aber wir sind froh, dass wir das lösen konnten und freuen uns aufs Finale. Mijajlo Marsenic, Spieler Füchse Ber- lin: „Dejan Milosavljev hat heute den Unterschied gemacht, daher: Danke, Dejan! Morgen müssen wir eine besse- re Abwehr spielen, damit wir ihm helfen und nicht nur er uns. Generell ist es im-

mer schwer gegen Lemgo – und immer eng. Sie hören nie auf, nicht mal, als wir mit sechs Toren führen. Nach einer Auszeit hatten wir dann die Lösungen für das 7-gegen-6 gefunden und auch verdient gewonnen. Wir sind zufrieden, werden jetzt ein bisschen regenerieren und morgen 100 Prozent geben.“ Mathias Gidsel, Spieler Füchse Berlin: „Das war ein Riesendruck auf uns, von Lemgo und der ganzen Arena. Das war richtig schwer, aber das ist jetzt ein Supergefühl im Finale zu stehen. Heute war nicht einfach, morgen wird es noch schwerer.“

DIE STATISTIK HALBFINALE 1

TBV Lemgo Lippe vs. Füchse Berlin 36:39 (16:20) TBV Lemgo Lippe: Möstl (3 Paraden), Kastelic (5 Paraden); Hutecek (2), Theilinger, S. Zehn- der (5/3), Simak (7), Schagen (3), Carstensen (2), Nyfäll (1), Suton (8), Willecke (2), Versteijnen (3), Wagner (3), Faust, Herseklioglu, L. Kehrmann - Trainer: Florian Kehrmann Füchse Berlin: Ludwig (n.e.), Milosavljev (18 Paraden); Darj, Prantner, Andersson (11), Arino, Grøndahl (3/1), Lichtlein (6), Gidsel (8), Freihöfer (4/1), Cehte, Pichiri, Langhoff (2), Herburger (1), West av Teigum (3), Marsenic (1) - Trainer: Nicolej Krickau Siebenmeter: Lemgo: 3/3, Berlin: 5/2 Zeitstrafen: Lemgo 6 Minuten (Willecke, Versteijnen, Wagner), Berlin: 4 Minuten (Darj, Marsenic) Zuschauer in Köln: 19.750 Schiedsrichter: Fabian Baumgart/ Philipp Dinges

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RUDECK HÄLT, BEYER TRIFFT: BERGISCHER HC SCHAFFT SIEBENMETER-SENSATION GEGEN MAGD

Welch‘ ein BHC-Jubel, welch‘ eine Sen- sation: Der Bergische HC hat den ak- tuellen Bundesliga-Tabellenführer SC Magdeburg im zweiten Halbfinale des Lidl Final4 nach Siebenmeterwerfen mit 31:30 bezwungen und steht erst- mals in der Vereinsgeschichte im End- spiel des DHB-Pokals. Geschichte wiederholt sich beim Lidl Final4, zumindest teilweise: Vor zehn Jahren standen sich der Bergische HC und der SC Magdeburg im DHB-Pokal- Halbfinale gegenüber – und nach 60 Minuten war kein Sieger gefunden, nach Verlängerung siegte der SCM schließlich 36:33. Und am Samstag? Nach 60 Minuten heißt es 22:22 – und wieder musste eine Verlängerung über den zweiten Finalisten des Lidl Final4 entscheiden. Aber dieses Mal gibt es auch nach 70 Minuten immer noch keinen Sieger. Im Siebenmeterwerfen hat der BHC dann die besseren Ner- ven: Erst hält Christopher Rudeck den sechsten SCM-Siebenmeter von Mat- thias Musche, dann trifft Noah Beyer zum 31:30-Endstand – und wird dann auch als bester Spieler der Partie ge- kürt.

Halbfinale 2: Bergischer HC vs. SC Magdeburg 31:30 (27:27, 22:22, 11:11) nach Siebenmeterwerfen Die Bergischen Löwen machten ihrem Namen alle Ehren – und kämpften über 70 Minuten lang wie die Löwen. Die mitgereisten Fans waren außer Rand und Band, die Mannschaft spielte sich phasenweise in einen Rausch. Schon in den ersten Minuten legte der Bergische HC kontinuierlich vor, aber als Eloy Mo-

rante Maldonado zum 8:5 gegen den großen Favoriten traf, war die LANXESS arena aus dem Häuschen, SCM-Trainer Bennet Wiegert nahm seine Auszeit, kurz vor dem Halbzeit-Buzzer glückte dem dreifachen DHB-Pokalsieger mit dem 11:10 die erste und auch einzige Führung vor der Pause, mit einem 11:11 ging es in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: der BHC spielt mit unglaublich viel

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DEBURG

Kampf, Intensität und Einstellung, der SCM kann sein Tempospiel nicht auf- ziehen. Die mannschaftliche Glanz- leistung des Aufsteigers, der zudem auf den starken Torwart Christopher Ru- deck und eine unglaublich bewegliche Deckung bauen konnte, beeindruckte den SCM. Fünf Minuten vor dem Ende lag der BHC mit 21:20 vorne – aber dann: durch einen Doppelschlag sorgte Albin Lagergren ging der SCM erstmals nach dem 15:14 wieder in Führung. Elf Sekunden vor dem Ende nahm Wiegert beim 22:22 seine letzte Auszeit, aber die Magdeburger kommen nicht zum Wurf – Verlängerung! Nach fünf Minuten lag der BHC knapp mit 25:24 vorne – und hielt die Füh- rung bis sechs Sekunden vor dem Ende der Verlängerung. Dann aber traf Omar Ingi Magnusson per Siebenmeter zum 27:27 – zum zweiten Mal in der Final4- Geschichte seit 1995 muss ein Sie- benmeterwerfen über den Sieger ent- scheiden. Nach Noah Beyers letztem Wurf stand die LANXESS arena kurz vor dem Bersten. Die größte Sensation seit dem Umzug nach Köln vor drei Jah- ren war perfekt – erstmals überhaupt steht der BHC im Pokalfinale. DIE STIMMEN ZUM SPIEL: Markus Pütz, Trainer Bergischer HC: „Das ist eine Wahnsinnssache, im Sie- benmeterwerfen kann alles passieren. Das ganze Spiel war auf des Messers Schneide und ich bin absolut stolz auf die Jungs. Sie haben leidenschaftlich verteidigt und Magdeburg in 60 Minu- ten auf 22 Toren gehalten. Wir kommen aus der Region, und in dieser Halle im zu Finale zu stehen, ist Wahnsinn. Das war schon großes Kino und bedeutet unfassbar viel für den Verein, für alle Spieler. Wir haben alles genossen bis jetzt, werden es weiter genießen.“ Sören Steinhaus, Spieler Bergischer HC: „Das ist ein ganz besonderer Tag für die Mannschaft, den Verein. Diese unfassbare Kulisse hat uns viel Ener- gie gebracht. Wir haben uns Kraft aus der Halle genommen und haben immer dran geglaubt. Du gewinnst eins von

zehn Spielen gegen Magdeburg, und das war heute. Die Füchse sind nicht schlechter als Magdeburg, aber wenn wir in dieser Halle und mit diesen Fans Magdeburg schlagen können, können wir auch die Füchse schlagen.“ Aron Seesing, Spieler Bergischer HC: „Unser Plan war, Magdeburg nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das haben wir sehr gut hinbekommen. Wir haben heute Morgen gesagt, dass ist das Du- ell David gegen Goliath. Wir haben uns nie aufgegeben, das war der Schlüssel zum Erfolg. Ich hoffe, dass wir im Finale wieder 17.000 Fans für uns haben.“ Bennet Wiegert, Trainer SC Magde - burg: „Der BHC ist absolut verdient weitergekommen, wenn man sich den Spielverlauf anschaut. Das war ein aufopferungsvoller Kampf vom BHC, wir haben versucht gegenzuhalten, hatten aber nicht das spielerische Moment wie gewohnt. Die Niederla- ge tut unglaublich weh, die Kabine ist ein Trümmerhaufen. Wir waren in den letzten Monaten von Siegen verwöhnt, jetzt haben wir auch die Größe, diese Niederlage anzuerkennen. Wir wollen das Spiel um Platz drei gewinnen, das ist unsere absolute Verantwortung für unsere Fans. Wenn man sieht, wie es den Fans wehtut, wenn man diese traurigen Gesichter sieht, bricht es mir das Herz. Deswegen gibt keine Ausre- den für morgen.“ Matthias Musche, Spieler SC Magde - burg: „Wir waren nicht gut genug. Wir haben es nie geschafft wegzuziehen und haben uns ins Siebenmeterwerfen gekämpft. Deswegen war das Ergeb- nis auch gerecht. Die Enttäuschung ist riesig, das ist ja logisch, wir waren ein- fach nicht gut genug. Wir hatten in der Abwehr wenig Zugriff und tun uns im Angriff schwer, haben nie das Momen -

tum auf unsere Seite gezogen. Der BHC kämpft aufopferungsvoll, wir haben es nicht geschafft.“

DIE STATISTIK HALBFINALE 2

Bergischer HC vs. SC Magdeburg 31:30 (27:27, 22:22, 11:11) nach Sieben- meterwerfen Bergischer HC: Christopher Rudeck (10 Paraden), Lukas Diedrich (0 Paraden); Beyer (7/5), Becher (1/1); Hangstein (5), Babar - skas, Kooij (2), Babak, Massoud, Voss-Fels (1), Thiele, Morante Maldonado (4), Fuchs (2/1), Seesing (3), Steinhaus (2), Wasielewski (4) - Trainer: Arnor Gunnarsson und Markus Pütz SC Magdeburg: Hernandez (14 Paraden), Mandic (0 Paraden); Musche (1/1), Claar (8), M. Zehn- der (2/1), Kristjansson (3), Petter- son (2), Magnusson (5/5), Hornke (1/1), Jonsson, Weber, Lagergren (5), Mertens (2), Saugstrup (1/1), o’Sullivan, Bergendahl - Trainer: Bennet Wiegert Siebenmeter: BHC: 9/7 – Magdeburg: 16/9 Zeitstrafen: BHC 6 Minuten (Voss-Fels/4, Seesing) – Magdeburg 0 Minuten Zuschauer in Köln: 19.750 Schiedsrichter: Marcus Hurst/ Mirko Krag

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LIDL FINAL4: IM FINALE BERLIN GEGEN BHC KOMMT ES ZU EINER PREMIERE

In der aktuellen Saison der DAIKIN Handball-Bundesliga verlor der BHC beide Partien gegen die Füchse deut- lich (27:39 in Berlin, 28:35 in Wupper- tal). Insgesamt führen die Füchse in der Liga-Statistik mit 17:6 Siegen ge- gen den Bergischen HC, der allerdings auch zwei der vergangenen fünf Duelle gegen den Hauptstadtklub gewann. In der aktuellen HBL-Tabelle belegen die Füchse den dritten Platz, Aufsteiger BHC rangiert auf Rang 15. Weil das Team von Arnor Gunnarsson und Markus Pütz überhaupt erst zum zweiten Mal bei einem Pokal-Finaltur- nier am Start ist, ist das Finale der Sai- son 2025/26 auch das erste Duell der beiden Teams bei einem Final4. Für die Füchse ist es am Sonntag das dritte Fi- nale nach 1984 und 2014 – vor zwölf Jahren gewann Berlin seinen einzigen Titel, seinerzeit noch unter Dagur Si- gurdsson wurde das Finale mit 22:21 gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen. Danach standen die Berli- ner noch dreimal in Pokal-Halbfinals, verloren diese aber gegen Magde- burg (2015 und 2024) und gegen den

16 verschiedene Klubs haben in 50 Jahren den DHB-Pokal gewonnen – am Sonntag kann der 17. Name auf die Siegerliste kommen, sollte der Ber- gische HC das Finale des Lidl Final4 gegen die Füchse Berlin gewinnen. Der Hauptstadtclub strebt indes nach der zweiten Pokaltrophäe nach 2014. Füchse Berlin oder Bergischer HC, Fa- vorit oder Underdog, Meister gegen Aufsteiger – wer wird der 51. Sieger im DHB-Pokal? Nach dem Sensations- coup im Halbfinale gegen den SC Mag - deburg brennt der BHC auf die nächste Überraschung, während die Füchse als amtierender Meister und Super-Cup- Sieger den dritten nationalen Titel in- nerhalb eines Jahres und den Pokal zum zweiten Mal nach 2014 gewinnen wol- len. Zuvor stehen sich der TBV Lemgo Lippe und der SC Magdeburg im Spiel um Platz drei gegenüber. Finale: Füchse Berlin vs. Bergischer HC (15.45 Uhr, live bei Dyn und in der ARD) „In Köln kann alles passieren“, hieß es optimistisch beim Bergischen HC vor

dem Lidl Final4 2026 – und nun steht man im Finale gegen die Füchse Berlin. Zehn Jahre nach seinem ersten Halbfi - nale hatte sich der BHC wieder für ein Pokal-Finalturnier qualifiziert. Im Ge - gensatz zu 2016, als man in Hamburg nach Verlängerung am SC Magdeburg gescheitert war, machte es das Team von Markus Pütz und Arnor Gunnars- son in Köln besser, setzte sich sensati- onell im Siebenmeterwerfen mit 31:30 gegen den SCM durch, hatte nach der TSV Hannover-Burgdorf (im Achtel- finale nach Verlängerung) und der MT Melsungen im Viertelfinale zum dritten Mal als Underdog einen Favoriten in der aktuellen Pokalsaison eliminiert. Nun wollen die Löwen auf Füchse-Jagd ge- hen, sind allerdings wie schon im Halb- finale der krasse Außenseiter gegen den aktuellen Meister und letztjährigen Champions-League-Finalisten. „Mit unseren unglaublichen Fans im Rücken wollen wir das Finale genie- ßen. Wer hier Magdeburg schlägt, kann auch gegen die Füchse gewinnen“, sagte BHC-Rückraumspieler Sören Steinhaus nach dem Halbfinaltriumpf.

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THW Kiel (2019). Im Jahr 2026 setzten sich die Füchse dann erstmals in Köln durch, gewannen am Samstag nach hartem Kampf 39:36 gegen den TBV Lemgo Lippe. Im Finale kommt es nun auch zum Du- ell der am Samstag überragenden Tor- hüter: Mit 18 Paraden sicherte Dejan Milosavljev den Füchsen den Finalein- zug, Christopher Rudeck wehrte gegen Magdeburg zehn Würfe ab, davon ins- gesamt sechs Siebenmeter. Noah Be- yer war mit sieben Treffern, darunter dem letzten und entscheidenden Sie- benmeter, bester BHC-Werfer im Halb- finale, Lasse Andersson traf elfmal für Berlin gegen Lemgo, Welthandballer Mathias Gidsel steuerte acht Treffer bei. Gidsel könnte am Sonntag seiner Titelsammlung den ersten DHB-Pokal zufügen, zudem kann er seinen Final- Fluch in der LANXESS arena beenden, nachdem er 2024 das EM-Endspiel mit Dänemark gegen Frankreich und 2025 das Champions-Legaue-Finale mit den Füchsen gegen Magdeburg verloren hatte. Der Sieger des Finales bucht derweil gleich zwei Tickets für andere Wett- bewerbe: erstens für die European League und als zweites den Startplatz beim Rexel Super Cup am 22. August in München, wo es dann gegen den noch zu kürenden Meister geht. Sollten die Füchse das Finale gewinnen und sich über die Liga oder als Champions- League-Sieger für die neue CL-Sai- son qualifizieren, dürfte auch der BHC jubeln, denn dann spielen die Bergi-

schen Löwen in der European League. Das Finale des Lidl Final4 wird geleitet von den Brüdern Ramesh Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah, die bereits das erste Endspiel in Köln 2023 geleitet hatten. Seinerzeit mussten sie einen langen Dienst verrichten, denn die Par- tie zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem SC Magdeburg wurde erst nach Verlängerung und Siebenmeter- werfen entschieden. 2025 leiteten Thi- yagarajah/Thiyagarajah das Endspiel um den DHB-Pokal der Frauen. Spiel um Platz 3: TBV Lemgo Lippe vs. SC Magdeburg (12.45 Uhr, live bei Dyn) Für SCM-Trainer Bennet Wiegert ist es eine „Riesen-Verantwortung“, den Magdeburger Fans einen Sieg im Spiel um Platz drei zu schenken, und für den TBV Lemgo Lippe geht es darum, den ersten Sieg in der LANXESS arena zu feiern. 2023 verlor der TBV beide Spiele beim ersten Finalturnier gegen Magde- burg (31:33 im Halbfinale) und die SG Flensburg-Handewitt (23:28) im Spiel um Platz drei. Am Samstag verloren beide früheren Pokalsieger ihre Halb-

finals, für Lemgo stand ein 36:39 gegen Berlin, Magdeburg verlor mit 30:31 ge- gen den Bergischen HC nach Sieben- meterwerfen. Für den Sieger des Spiels um Platz drei wartet ein besonderer Bonus: wie die beiden Finalisten steigt dieser in der Pokalsaison 2026/27 erst im Viertel- finale ein. „Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden, es geht auch um die Ehre und um unsere Fans“, sagt TBV-Rückraumwerfer Tim Suton, der mit acht Treffern bester Werfer seines Klubs im Halbfinale war. Für Magdeburg hatte Felix Claar siebenmal gegen den BHC getroffen. In der HBL-Tabelle liegt Magdeburg souverän an der Spitze, hat aktuell 17 Punkte Vorsprung auf die sechstplat- zierten Lemgoer. Der SCM hat beide Ligaspiele gegen Lemgo gewonnen (39:33 auswärts, 36:32 zuhause). Bei- de Teams vereinen insgesamt sieben Pokalsiege – Lemgo vier, Magdeburg drei – und da wird dieses Jahr keiner dazukommen. Schiedsrichter der Par- tie sind die Final4-Debütanten Julian Köppl/Denis Regner.

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NR. SPIELER

POSITION

GEBURTSDATUM

NATION

IM VEREIN SEIT

1

Constantin Möstl

TW

01.04.2000

AUT

2024

12

Linus Borreck

TW

05.01.2006

GER

2025

99

Urh Kastelic

TW

27.02.1996

SLO

2022

2

Lukas Hutecek

RL

02.07.2000

AUT

2021

3

Nicolai Theilinger

RR

09.02.1992

GER

2023

4

Samuel Zehnder

LA

29.02.2000

SUI

2022

7

Jan Mudrow

RL

03.03.2007

GER

2025

8

Frederik Simak

RL

24.01.1998

GER

2020

14

Bobby Schagen

RA

13.01.1990

NED

2019

21

Leve Carstensen

LA

18.01.2002

GER

2022

22

Adam Nyfjäll

KM

29.07.1992

SWE

2025

23

Tim Suton

RM

08.05.1996

GER

2016

24

Joël Willecke

KM

23.11.2003

SUI

2025

25

Niels Versteijnen

RR

03.02.2000

NED

2022

28

Hendrik Wagner

RL

15.08.1997

GER

2024

35

Jarnes Faust

RA

26.08.2004

GER

2024

TRAINER: Florian Kehrmann

FINAL4-SIEGE: 4 TEILNAHMEN: 6

FINAL4-HISTORIE

22

TBV LEMGO LIPPE: MIT SONDERTRIKOT UND SELBSTVERTRAUEN NACH KÖLN

bei kommt es zu einer Premiere, denn noch nie standen sich beide Teams bei einem Finalturnier gegenüber. In der aktuellen Saison der DAIKIN Hand- ball-Bundesliga feierte der TBV einen überraschenden 34:33-Hinspielsieg in Berlin – und am vergangenen Sonntag, eine Woche vor dem Pokal-Halbfina - le standen sich beide Teams in Lemgo gegenüber. Beste Werfer in der Liga sind aktuell der Niederländer Niels Versteijnen so- wie Tim Suton, eine ganz starke Saison spielt auch Torwart Constantin Möstl. Im Verfolgerfeld ist der TBV weiter auf Kurs Europapokalplätze. Für Lemgo ist die Teilnahme am Lidl Final4 weit mehr als ein Achtungserfolg. Nach nur drei Tagen war der TBV-Fan- block für das Lidl Final4 in Köln ausver- kauft. Um allen Fans die Chancen zu geben, live dabei zu sein, veranstaltet der TBV ein Pokal-Public-Viewing in der heimischen Phönix-Contact-Are- na. Zudem hat der Verein ein Sonder- trikot fürs Lidl Final4 produziert – als Reminiszenz an die großen Pokalmo- mente des TBV. „Vier Titel, unzählige Gänsehautmomente und Generatio- nen von Pokalhelden – der DHB-Pokal ist fest in der DNA des TBV verankert“. Die Triumphe von 1995, 1997, 2002 und 2020 stehen für große Emotio- nen, leidenschaftliche Auftritte und unvergessliche Tage, die Fans und Ver- ein bis heute verbinden. Genau diese Geschichte greift das Design des Son- dertrikots auf. Vier markante Streifen symbolisieren die vier Pokalsiege. In ihnen verewigt sind die Namen jener Spieler, die diese Erfolge möglich ge- macht und sich ihren Platz in der TBV- Historie gesichert haben.

Der TBV Lemgo Lippe hofft beim Lidl Final4 auf den fünften Pokalsieg der Vereinsgeschichte – und hat in der laufenden Saison den Halbfinalgegner Berlin bereits geschlagen. Zweimal deutscher Meister, aber vier- mal DHB-Pokalsieger: Zum elften Mal steht der TBV Lemgo Lippe in einem Pokalhalbfinale, fünfmal waren die Ostwestfalen im Endspiel und gewan- nen viermal (1995, 1997, 2002 und 2021) den Pokal – nur Gummersbach und Kiel feierten mehr Pokalsiege. Der TBV ist in der laufenden Saison auch eines der Überraschungsteams der Liga, war für mehrere Spieltage Tabellendritter. Auf dem Weg ins Lidl Final4 gewann der TBV zwei NRW-Du- elle, zunächst 36:25 in Hagen, dann 30:27 zuhause gegen den VfL Gum- mersbach. Im Viertelfinale ging es in der Dresdner Ballsporthalle gegen den Ligakonkurrenten SC DHfK Leipzig und am Ende stand ein verdienter 35:27 (14:11)-Erfolg. Matchwinner waren Tor- wart Constantin Möstl mit zehn Para- den sowie Niels Versteijnen als bester Torschütze mit acht Treffern. Trainer Florian Kehrmann hat den DHB- Pokal als Spieler 2002 und als Trainer

Florian Kehrmann nach dem Pokalsieg 2020

2021 gewonnen, beide Male mit „sei- nem“ TBV Lemgo. Vor fünf Jahren hatte der TBV zunächst das Halbfinale gegen den THW Kiel gewonnen und sich dann mit 28:24 gegen die MT Melsungen im Finale durchgesetzt. 2022 war der TBV wieder beim Finalturnier dabei, verlor jedoch das Halbfinale gegen Kiel mit 26:28. Auch für die Premiere des Tur- niers in Köln im Jahr 2023 qualifizierte sich das Kehrmann-Team, verlor das Halbfinale gegen Magdeburg hauch - dünn mit 31:33 und unterlag dann im Spiel um Platz drei gegen die SG Flens- burg-Handewitt 23:28. In der mit rund 20.000 Zuschauern ausverkauften LANXESS arena wartet nun am 18. April der aktuelle Meister Füchse Berlin im Halbfinale. Und da -

Spielt eine starke Saison: Constantin Möstl

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FREDERIK SIMAK: „WIR HABEN SO RICHTIG BOCK AUF DAS TURNIER“

unglaublich. Das war ein perfektes Tur- nier für uns. Und wie sehen Sie die Chancen 2026? Frederik Simak: Ich denke, der SC Mag- deburg und die Füchse Berlin sind die Favoriten, der Bergische HC und wir sind eher die Außenseiter. Aber beim Final4 ist alles möglich – der BHC hat- te zuletzt in der Liga auch fast gegen Magdeburg gewonnen. Das Halbfina - le ist ein Spiel und wenn man da alles

Frederik Simak beim Pokalsieg 2020

reinlegt, ist alles möglich. Wie groß ist Ihre Vorfreude?

Frederik Simak: Bis zur Woche vor dem Turnier war der Fokus natürlich erst einmal auf der Liga und in der Natio- nalmannschaftswoche habe ich auch versucht, den Kopf erst einmal freizu- bekommen. Aber das Lidl Final4 hatte ich natürlich ständig im Hinterkopf, mit jedem Tag wurde die Vorfreude konkreter. Welchen Faktor spielen die Fans bei ei- nem solchen Turnier? Frederik Simak: Sie sind extrem wichtig. Unsere Fans sind ja ligaweit bekannt, sie sind immer eine Rie- senunterstützung. Vielleicht haben bundesweit Kiel und Magdeburg mehr Fans, aber für uns machen sie enorm viel aus. Mal sehen, wofür ihre Unter- stützung in Köln gut ist.

Aus Berlin nach Lemgo – und im Som- mer wieder zurück zu den Füchsen: Frederik Simak kennt beide Vereine des ersten Halbfinales aus dem Effeff. Von 2016 bis 2020 spielte der heu- te 28-Jährige beim Hauptstadtklub, gleich im ersten Jahr beim TBV wurde er DHB-Pokalsieger. Der TBV Lemgo Lippe steht in der Spit- zengruppe der Liga. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf? Frederik Simak: Wir können uns nicht beklagen, wie es läuft. Es macht richtig Spaß, so erfolgreich zu spielen. Welche Bedeutung hat die Teilnahme am Lidl Final4 für Sie persönlich? Frederik Simak: Das Lidl Final4 war unser großes Ziel, das Turnier ist de- finitiv etwas Besonderes. Das ist das größte Handballevent in Deutschland. Die vier Fanlager sorgen für eine tolle Atmosphäre, wir haben so richtig Bock auf das Turnier, denn wir wissen, dass im Pokal alles möglich ist. Ich bin jetzt

zum vierten Mal mit Lemgo am Start, insgesamt zum fünften Mal – und das letzte Mal mit dem TBV. Dass es jetzt ausgerechnet gegen Berlin geht, macht die Sache noch spezieller. Was ist das Besondere? Frederik Simak: Natürlich ist es für mich anders, als wenn wir gegen Mag- deburg oder den Bergischen HC ge- spielt hätten. Das Halbfinale ist eine besondere Situation für mich. Ich kam von den Füchsen nach Lemgo und gehe im Sommer wieder zurück. Ich will die- ses Spiel gewinnen und ins Finale – ab diesem Punkt ist mir der Gegner dann auch egal, aber es sind eben die Füch- se. Haben Sie noch oder wieder Kontakte nach Berlin? Frederik Simak: Ich stehe noch in Kon- takt mit einigen aktuellen und ehema- ligen Spielern und natürlich mit Bob Hanning. Einige Kontakte habe ich auch wieder aufgefrischt, nachdem fest- stand, dass ich zurück zu den Füchsen gehe. Ich freue mich, im Sommer wie- der nach Berlin zurückzukehren. Wie sind Ihre Erinnerungen an den Po- kalsieg 2021? Frederik Simak: Es ist schon außerge- wöhnlich, mit dem TBV Lemgo Lippe den Pokal zu gewinnen, aber der Wett- bewerb schreibt eben seine eigenen Geschichten. Wir haben im Halbfina - le gegen Kiel deutlich hinten gelegen, dann die Partie gedreht und anschlie- ßend das Finale gewonnen – einfach

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