Lidl Final4 2026 - Das offizielle Magazin

THW Kiel (2019). Im Jahr 2026 setzten sich die Füchse dann erstmals in Köln durch, gewannen am Samstag nach hartem Kampf 39:36 gegen den TBV Lemgo Lippe. Im Finale kommt es nun auch zum Du- ell der am Samstag überragenden Tor- hüter: Mit 18 Paraden sicherte Dejan Milosavljev den Füchsen den Finalein- zug, Christopher Rudeck wehrte gegen Magdeburg zehn Würfe ab, davon ins- gesamt sechs Siebenmeter. Noah Be- yer war mit sieben Treffern, darunter dem letzten und entscheidenden Sie- benmeter, bester BHC-Werfer im Halb- finale, Lasse Andersson traf elfmal für Berlin gegen Lemgo, Welthandballer Mathias Gidsel steuerte acht Treffer bei. Gidsel könnte am Sonntag seiner Titelsammlung den ersten DHB-Pokal zufügen, zudem kann er seinen Final- Fluch in der LANXESS arena beenden, nachdem er 2024 das EM-Endspiel mit Dänemark gegen Frankreich und 2025 das Champions-Legaue-Finale mit den Füchsen gegen Magdeburg verloren hatte. Der Sieger des Finales bucht derweil gleich zwei Tickets für andere Wett- bewerbe: erstens für die European League und als zweites den Startplatz beim Rexel Super Cup am 22. August in München, wo es dann gegen den noch zu kürenden Meister geht. Sollten die Füchse das Finale gewinnen und sich über die Liga oder als Champions- League-Sieger für die neue CL-Sai- son qualifizieren, dürfte auch der BHC jubeln, denn dann spielen die Bergi-

schen Löwen in der European League. Das Finale des Lidl Final4 wird geleitet von den Brüdern Ramesh Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah, die bereits das erste Endspiel in Köln 2023 geleitet hatten. Seinerzeit mussten sie einen langen Dienst verrichten, denn die Par- tie zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem SC Magdeburg wurde erst nach Verlängerung und Siebenmeter- werfen entschieden. 2025 leiteten Thi- yagarajah/Thiyagarajah das Endspiel um den DHB-Pokal der Frauen. Spiel um Platz 3: TBV Lemgo Lippe vs. SC Magdeburg (12.45 Uhr, live bei Dyn) Für SCM-Trainer Bennet Wiegert ist es eine „Riesen-Verantwortung“, den Magdeburger Fans einen Sieg im Spiel um Platz drei zu schenken, und für den TBV Lemgo Lippe geht es darum, den ersten Sieg in der LANXESS arena zu feiern. 2023 verlor der TBV beide Spiele beim ersten Finalturnier gegen Magde- burg (31:33 im Halbfinale) und die SG Flensburg-Handewitt (23:28) im Spiel um Platz drei. Am Samstag verloren beide früheren Pokalsieger ihre Halb-

finals, für Lemgo stand ein 36:39 gegen Berlin, Magdeburg verlor mit 30:31 ge- gen den Bergischen HC nach Sieben- meterwerfen. Für den Sieger des Spiels um Platz drei wartet ein besonderer Bonus: wie die beiden Finalisten steigt dieser in der Pokalsaison 2026/27 erst im Viertel- finale ein. „Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden, es geht auch um die Ehre und um unsere Fans“, sagt TBV-Rückraumwerfer Tim Suton, der mit acht Treffern bester Werfer seines Klubs im Halbfinale war. Für Magdeburg hatte Felix Claar siebenmal gegen den BHC getroffen. In der HBL-Tabelle liegt Magdeburg souverän an der Spitze, hat aktuell 17 Punkte Vorsprung auf die sechstplat- zierten Lemgoer. Der SCM hat beide Ligaspiele gegen Lemgo gewonnen (39:33 auswärts, 36:32 zuhause). Bei- de Teams vereinen insgesamt sieben Pokalsiege – Lemgo vier, Magdeburg drei – und da wird dieses Jahr keiner dazukommen. Schiedsrichter der Par- tie sind die Final4-Debütanten Julian Köppl/Denis Regner.

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