FÜCHSE BERLIN STEHEN ERSTMALS SEIT 2014 IM FINALE DES DHB-POKALS
Die neutralen Fans in der LANXESS arena hatten nun ebenfalls ihr Herz für den Underdog entdeckt. Aber im- mer dann, wenn der TBV die Chance zum Ausgleich hatte, vergab das Kehr- mann-Team, wie nach dem 31:32, als Kastelic einen Siebenmeter von Tobi- as Grøndahl abgewehrt hatte. Und so kämpften sich die Füchse aus dieser Talsohle heraus, setzten sich fünf Mi- nuten vor dem Ende wieder auf drei Tore ab – und in der Schlussphase zeigte auch Welthandballer Gidsel sei- ne Klasse, der am Ende acht Treffer er - zielte und gemeinsam mit Andersson auf 19 Treffer kam. DIE STIMMEN ZUM SPIEL: Florian Kehrmann, Trainer TBV Lemgo Lippe: „Die Füchse sind ein verdienter Sieger. In einem Halbfinale muss alles passen, speziell, wenn man gegen den Meister spielt. Der Vier-Tore-Rück- stand zur Pause war eine schwere Hy- pothek, aber wir kämpfen uns zurück, weil wir diese Qualität haben, um im- mer an uns zu glauben. Wir haben das gemacht, was ich mir gewünscht habe. Insgesamt ist das ein unglaubliches Event, was in der Halle abging, war wunderbar. Milosavljev im Tor hatte eine herausragende Leistung, und na-
Dank 18 Paraden von Torwart Dejan Milosavljev und elf Toren von Lasse An- dersson schlägt der Deutsche Meister von 2025 den TBV Lemgo Lippe im ers- ten Halbfinale des Lidl Final4 in Köln. Zwischenzeitlich stand die Partie in der ausverkauften LANXESS arena aber auf des Messers Schneide. Zum dritten Mal nach 1984 (damals noch als Reinickendorfer Füchse) und 2014 stehen die Füchse Berlin in einem DHB-Pokal-Finale. Im ersten Halbfina - le des Lidl Final4 in der ausverkauften LANXESS arena gelang der Mannschaft von Nicolej Krickau ein 39:36-Erfolg gegen den TBV Lemgo. Den bislang ein- zigen Titel im Pokal gewann der aktuelle Super-Cup-Sieger im Jahr 2014 durch einen Finalerfolg über Flensburg. Bes- te Werfer der packenden Partie waren Lasse Andersson mit elf Treffern für die Füchse und Tim Suton (acht Tore für den TBV), der auch als bester Spieler der Partie ausgezeichnet wurde.
Füchse durch. Innerhalb von sechs Mi- nuten gelang dem Meister ein 6:2-Lauf zum 11:9. In der Offensive hatte das Trio Mathias Gidsel, Lasse Andersson und Nils Lichtlein seinen Rhythmus ge- funden, auf deren Konto gingen 14 der 20 Berliner Treffer in der ersten Hälfte. Ein noch wichtigerer Faktor war aller- dings Torwart Dejan Milosavljev, der ab der achten Minute mächtig auf- drehte und zur Pause schon bei elf ab- gewehrten Würfen stand. Vor allem in den letzten Minuten der ersten Hälfte war der Serbe kaum zu überwinden – und so gingen die Füchse mit einem verdienten Vier-Tore-Vorsprung in die Pause. Doch der TBV kam wie verwandelt aus der Kabine, mit einer deutlich höhe- ren Effektivität dank 7-gegen-6 im Angriff, einer stärken Defensive und lautstarker Unterstützung aus ihrem blauen Fanlager. Zudem machte sich der Torwartwechsel von Constantin Möstl auf Urh Kastelic positiv bemerk- bar. Ein Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte durch den Ex-Berliner Frederik Simak und Bobby Schagen sorgte für das 26:27 – der TBV stand kurz davor, die Partie zu kippen. Die TBV-Fanecke rastete aus, Berlin wurde hektisch, al- les war wieder offen.
Halbfinale 1: TBV Lemgo Lippe vs. Füchse Berlin 36:39 (16:20)
Der TBV Lemgo Lippe hatte anfangs mehr vom Spiel, angetrieben von Tim Suton, der fünf seiner acht Tore vor der Pause erzielte. Aber nach der 7:5-Füh- rung der Ostwestfalen starteten die
16
Powered by FlippingBook