Lidl Final4 2026 - Das offizielle Magazin

ARNOR THOR GUNNARSSON: „ICH LIEBE DEN POKAL, DENN DA HAST DU NUR ENDSPIELE“

viele Sachen vorbereiten, du hast eine Nacht Zeit, dich auf den zweiten Geg- ner einzustellen. Für die Spieler sind zwei Spiele in 24 Stunden unglaublich anstrengend, aber auch für den Trainer ist es ein hartes Stück Arbeit. Aber wir freuen uns natürlich, dass wir das ma- chen dürfen. Hatten Sie mit einer derartigen Serie im Pokal gerechnet? Arnor Gunnarsson: Ich liebe den Pokal, denn da hast du nur Endspiele. Verlierst du, bist du raus – anders als in der Liga. Wir hatten mit den Recken und Mel- sungen richtig starke Gegner im Ver- gleich zu 2016, als wir bis zum Final4 nur auf Zweitligisten getroffen waren. Wir kamen Schritt für Schritt näher an Köln. Vor allem gegen Melsungen haben wir unglaublich stark gespielt – und gezeigt, dass auch Underdogs bis ins Halbfinale kommen können. Ihre Fans haben eine kurze Anreise. Kommen daher noch mehr BHC-An- hänger? Arnor Gunnarsson: Sie sind in 40 Minu- ten in Köln – für unsere Fans ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Im Gegen- satz zu anderen Teams sind wir nicht jedes Jahr in Köln dabei. 2016 kamen 1200 BHC-Fans nach Hamburg und haben uns unterstützt, das wird jetzt nicht anders. Sie werden alles geben in der LANXESS arena.

Arnor Gunnarsson im Halbfinale 2016

Arnor Gunnarsson trifft zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem Pokal- Halbfinale mit dem Bergischen HC auf den SC Magdeburg. 2016 verpasste er als Spieler das Endspiel hauchdünn, heute sieht er sein Team als den Un- derdog. Vor zehn Jahren standen Sie als Spieler mit dem BHC im Pokalhalbfinale gegen Magdeburg. Wie gut sind Ihre Erinne- rungen noch? Arnor Gunnarsson: Das Spiel ist noch absolut präsent in meinem Kopf. Wir hatten eine starke Abwehr, Torwart Bjöggi Gustavsson war überragend und im Angriff haben wir sehr gedul - dig gespielt. Die Partie ging auf und ab und ich hatte zwei Sekunden vor Ende mit dem letzten Wurf die Chan- ce uns ins Finale zu werfen. Wir mussten alles probieren, aber mein Dreher ging vorbei. Von der Ver- längerung weiß ich nicht mehr so viel, außer dass wir verloren haben.

Nun geht es gegen den gleichen Geg- ner. Ein bisschen verrückt, oder? Arnor Gunnarsson: Das ist Wahnsinn! Da spielt der BHC zweimal in zehn Jah- ren beim Final4 und wir treffen wie - der auf Magdeburg. Allerdings ist der SCM 2026 nicht mit dem von 2016 vergleichbar. Das ist heute die beste Mannschaft der Welt, die alle Titel ge- wonnen hat, viel besser als 2016. Aber dennoch ist es cool, dass wir sie wie- der treffen. Wir sind die Underdogs und haben überhaupt nichts zu verlieren. Aber: im Ligaspiel zuletzt waren wir 57 Minuten auf Augenhöhe, ehe der SCM seine individuelle Klasse und Qualität zeigte. In Köln liegt der Druck daher ganz klar auf dem SCM. Wie groß ist trotz der Außenseiterrolle die Vorfreude? Arnor Gunnarsson: Wir freuen uns un- glaublich auf das Erlebnis Köln. Vor 20.000 Fans in der LANXESS arena zu spielen ist riesig für unsere junge Mannschaft und Gold wert für unseren Verein. Was wird anders für den Trainer Gun- narsson als 2016 für den Spieler Gun- narsson? Arnor Gunnarsson: Markus Pütz und ich sind seit einem Jahr und elf Monaten BHC-Trainer. Wir haben im Vorjahr den Wiederaufstieg in die DAKIN HBL und die Zweitliga-Meisterschaft errungen, jetzt stehen wir im Lidl Final4. Alleine das ist unglaublich. Als Trainer ist es ganz anders als als Spieler, du musst so

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