Lidl Final4 2026 - Das offizielle Magazin

FÜCHSE BERLIN: DER AMTIERENDE MEISTER WILL DEN NÄCHSTEN TITEL

Für Trainer Nicolej Krickau bietet sich beim zweiten Pokal-Auftritt in Köln die Chance auf seinen ersten Titel mit den Berlinern – 2023/24 hatte er die SG Flensburg-Handewitt zum Finalturnier geführt, diesmal soll es mit dem eige- nen Klub bis ganz oben gehen. Auf dem Weg dorthin müssen die Füch- se jedoch zunächst eine Rechnung be- gleichen: In der laufenden Saison der DAIKIN Handball-Bundesliga verloren sie zu Hause gegen den Halbfinalgeg - ner TBV Lemgo Lippe mit 33:34 – die Hauptstädter dürften also vor den Ost- westfalen gewarnt sein. Nach acht Ligasiegen in Folge hatten sich die Berliner zuletzt wieder auf Rang zwei vorgearbeitet, ehe Ende März ein knappes 33:35 im Topspiel gegen den SC Magdeburg die Aufhol- jagd etwas ausbremste. Sollte der Weg ins Finale glücken, könnten die Füchse dort wieder eben jenem SC Magdeburg gegenüberstehen. 2025 gab es diese Konstellation bereits im Champions- League-Finale an gleicher Stelle – da- mals behielt Magdeburg die Oberhand. Beim Lidl Final4 2026 wollen die Berli- ner die Geschichte anders schreiben.

35:30 gegen die HSG Wetzlar, dann beim 38:22 im Achtelfinale gegen den ThSV Eisenach und schließlich im Top- spiel des Viertelfinales, als der Meister im Fuchsbau nach 16:17-Pausenrück- stand mit 32:30 gegen den dann ent- thronten Pokalsieger THW Kiel gewann – und somit die Zebras zum zweiten Mal nach dem Rexel Super Cup in Mün- chen schlug. Dass die Berliner mit breiter Brust nach Köln reisen, liegt nicht zuletzt an eini- gen Akteuren, für die der DHB-Pokal- sieg noch eine besondere Lücke in der Trophäensammlung darstellt. Allen voran Mathias Gidsel: Der dreifache Welthandballer, dreifache Weltmeis- ter, Olympiasieger und Europameister kämpft beim Lidl Final4 um einen der wenigen Titel, den er noch nicht ge- wonnen hat. Torwart Dejan Milosavljev und Rück- raumwerfer Lasse Andersson, die nach dieser Saison ihren Abschied von den Füchsen nehmen werden, träumen ebenfalls von einer weiteren Trophäe – ein Jahr nach der Deutschen Meis- terschaft wäre der Pokal die krönende Ergänzung.

Toptorhüter Dejan Milosavljev

Die Füchse Berlin können zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in ein Po- kal-Finale einziehen und wollen nach 2014 zum zweiten Mal den Pott. Vor dem Halbfinalgegner Lemgo ist man aber gewarnt. Als Reinickendörfer Füchse zog man 1984 ins DHB-Pokal-Finale ein, ver- lor dieses (nach Hin- und Rückspiel) aber gegen den TV Großwallstadt. 30 Jahre später standen die Füchse aus der Hauptstadt wieder in einem Pokal- Endspiel – und feierten im Jahr 2014 durch einen 22:21-Finalerfolg in Ham- burg gegen die SG Flensburg-Hande- witt den bislang einzigen Pokalsieg. 2024 glückte dem Hauptstadtklub zum insgesamt sechsten Mal der Halbfinal - einzug und man feierte die Premiere in Köln, die man nach Niederlagen gegen Magdeburg und Flensburg allerdings auf Rang vier beendete. 2026 nun also der nächste Anlauf. Ein- fach war der Weg zum Lidl Final4 für den amtierenden Meister jedoch kei- neswegs, immerhin trafen die Füchse in der Pokalrunde 2025/26 bisher aus- schließlich auf Erstligisten. Gefreut ha- ben dürften sie sich hingegen über das dreifache Heimrecht: zunächst beim

Wollen nach der ersten Meisterschaft auch ihren ersten Pokalsieg: Mathias Gidsel und Lasse Andersson

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