Lidl Final4 2026 - Das offizielle Magazin

Das offizielle Magazin zum Highlight-Event des deutschen Handballs - das Lidl Final4 2026!

DAS OFFIZIELLE MAGAZIN

LIDL FINAL4 UM DEN DHB-POKAL

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Auf der Platte und im Digitalen

Gutes Teamwork, durchdachte Spielzüge und eine vorausschauende Abwehr – so sieht richtige Souveränität aus.

www.schwarz-digits.de Digitale Souveränität für Europa.

INHALTSVERZEICHNIS Der DHB-Pokal: Das Objekt der Begierde Gemeinsam für Live-Sport in Bestform: Die Unternehmen der Schwarz Gruppe und Dyn Die Gewinner des DHB-Pokals / Die erfolgreichsten Vereine Die vier Schiedsrichter-Teams des Lidl Final4 2026

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IMPRESSUM

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HERAUSGEBER: DAIKIN HBL

11 13 15 16 20 24 28

Die Regularien des Lidl Final4

REDAKTIONSLEITUNG: Daniel Mayr, Leiter Content & Redaktion

Zahlen, Daten, Fakten zum DHB-Pokal TBV Lemgo Lippe: Kader, Club, Interview Füchse Berlin: Kader, Club, Interview Bergischer HC: Kader, Club, Interview SC Magdeburg: Kader, Club, Interview Saisonendspurt in der DAIKIN HBL und 2. HBL: Wer holt den Titel und wer nutzt die Bühne?

REDAKTION: Björn Pazen, Lynn Kummer, Daniel Mayr, Sporthilfe, DHB, DKB, Carlos, Stadt Köln, Robert- Enke-Stiftung, Select FOTOS: Lukas Schulze, Sascha Klahn, Costa Belibasakis, DAIKIN HBL, Imago

33 34

Meisterliche Momente aus 60 Jahren Handball-Bundesliga

DKB Spieler des Turniers: Wer wird Nachfolger von Andreas Wolff?

36 37 39 41 43 44 45 47 49 51 52

Gemeinsam stark – wenn Handball und Inklusion zusammenkommen Sporthilfe – Jan Mudrow: Von der Sporthilfe gefördertes Top-Talent

GRAFIK/LAYOUT: Satzkontor CICERO Cordes GmbH, Glücksburg Rainer Cordes cordes@cicero-mc.de

Heim-WM: Erst der Klassiker, dann die Weltmeisterschaft

Punkte sammeln mit der CARLOS App Die DAIKIN HBL jetzt auch auf WhatsApp! Mein Lidl Final4 – Das Handball-Wimmelbuch

HBL & SELECT präsentieren exklusiven Spielball für das LIDL Final4 2026 Rexel Super Cup – Der erste Höhepunkt der neuen Saison mit neuem Namen Kölner Sportjahr 2026: Zahlreiche Highlights und sportliche Vielfalt Robert Enke Stiftung – Gemeinsam über Depression sprechen

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Wenn beim Lidl Final4 in Köln die Ent- scheidung um den Pokalsieg fällt, pul- siert das Herz des deutschen Hand- balls. Es ist ein Turnier voller Spektakel, Spannung und Spitzenleistungen. Mit Dyn verpassen Handballfans keinen entscheidenden Pokalmoment - der Sport-Streaming-Anbieter zeigt alle vier Partien des Lidl Final4 live und be- richtet zusätzlich umfassend über di- gitale Kanäle. Seit 2025 engagieren sich die Unter- nehmen der Schwarz Gruppe als stra- tegischer Partner von Dyn. Gemein- sames Ziel: Das Bewegtbild-Angebot für Fans und Kunden zukunftsfähig weiterzuentwickeln und die positiven Werte des Sports in alle Teile der Ge- sellschaft zu bringen.

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ihre Stärken auch gezielt in die Part- nerschaft mit Dyn ein: Mit digitalen Lösungen und Endkundenreichweite in 32 Ländern unterstützt die Unterneh- mensgruppe die Streaming-Plattform dabei, zur neuen Heimat für Millionen von sportbegeisterten Menschen zu werden. Wie das gelingt? Unter anderem, indem der Lebensmitteleinzelhändler Lidl das

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DIE GEWINNER DES DHB-POKALS

(seit der Einführung des Final4 1993)

Jahr

Verein

Jahr

Verein

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

SG Wallau/Massenheim SG Wallau/Massenheim

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2022 2023 2024 2025

THW Kiel

HSV Handball

TBV Lemgo

THW Kiel THW Kiel THW Kiel

SC Magdeburg

TBV Lemgo

THW Kiel THW Kiel THW Kiel

Füchse Berlin

SG Flensburg-Handewitt

SC Magdeburg

VfL Bad Schwartau

THW Kiel

TBV Lemgo

Rhein-Neckar Löwen

SG Flensburg-Handewitt SG Flensburg-Handewitt SG Flensburg-Handewitt

THW Kiel

TBV Lemgo Lippe

THW Kiel

HSV Handball

Rhein-Neckar Löwen

THW Kiel THW Kiel

SC Magdeburg

THW Kiel

2022 THW Kiel

2023 Rhein-Neckar Löwen

2024 SC Magdeburg

2025 THW Kiel

DIE ERFOLGREICHSTEN VEREINE (seit 1975) Position Verein Pokalsiege Finalteilnahmen

Jahr(e)

1.

THW Kiel

13

17

1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013, 2017, 2019, 2022, 2025

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

VfL Gummersbach

5 4 4 4 3 3 3 2 2 2 1 1 1 1 1

8

1977, 1978, 1982, 1983, 1985

SG Flensburg-Handewitt

13

2003, 2004, 2005, 2015 1980, 1984, 1987, 1989 1995, 1997, 2002, 2020

TV Großwallstadt

6 5 7 6 3 5 4 3 2 2 1 1 1

TBV Lemgo

SC Magdeburg TUSEM Essen GWD Minden

1996, 2016, 2024 1988, 1991, 1992 1975, 1976, 1979

Rhein-Neckar Löwen

2018, 2023 2006, 2010 1993, 1994

10. 11. 12.

HSV Handball

SG Wallau/Massenheim TuS Nettelstedt-Lübbecke

1981 2014 1986 1990 2001

Füchse Berlin

14.

MTSV Schwabing TSV Milbertshofen VfL Bad Schwartau

9

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DIE VIER SCHIEDSRICHTER-TEAMS DES LIDL FINAL4 2026

Für die Brüder Thiyagara- jah wird es das zweite Fi- nal4-Finale und auch die beiden Halbfinals beim Lidl Final4 werden von Ge- spannen mit viel Final4- Erfahrung geleitet. Für die Schiedsrichter im Spiel um Platz drei ist es eine Premiere in Köln. Zum zweiten Mal nach 2023 leiten Ramesh und Suresh Thiyagarajah das Finale beim Lidl Final4 in Köln. Vor drei Jahren hat- ten die beiden Brüder bei der Premiere des Finaltur- niers um den DHB-Pokal

Hurst und Mirko Krag. Für das Duo aus dem DHB- Elitekader ist es der dritte Einsatz bei dem Finaltur- nier in Köln. 2023 waren sie für das Spiel um Platz drei nominiert, 2025 leite- ten sie das Halbfinale zwi - schen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen. Das Spiel um Platz 3 hin- gegen ist eine Premiere: Julian Köppl und Denis Regner aus dem DHB-Eli- tekader sind zum ersten Mal für ein Finalturnier nominiert worden. „Das Finalturnier in Köln ist

den SC Magdeburg verantwortlich. Auch für die beiden Halbfinals wurden Gespanne mit Final4-Erfahrung no- miniert: Das erste Halbfinale zwischen dem TBV Lemgo Lippe und den Füch- sen Berlin (15:45 Uhr, live bei Dyn und in der ARD) leiten Fabian Baumgart und Philipp Dinges. Für Baumgart ist das Halbfinale die siebte Ansetzung bei einem Finalturnier (2015, 2017, 2025: Halbfinale; 2018, 2019 und 2022: Fi - nale). Seit dem Karriereende seines langjährigen Partners Sascha Wild im Dezember 2023 pfeift Baumgart mit Philipp Dinges. Für Dinges wiederum ist es die zweite Nominierung für ein Fi- nalturnier nach 2025. Mitte März leite- ten Baumgart/Dinges zudem das Finale um den Frauen-DHB-Pokal in Stuttgart zwischen Borussia Dortmund und der HSG Bensheim/Auerbach. Das zweite Halbfinale zwischen dem Bergischen HC und dem SC Magdeburg (18.45 Uhr, live bei Dyn) leiten Marcus

in der LANXESS arena einen langen Dienst zu verrichten, denn das End- spiel zwischen den Rhein-Neckar Lö- wen und dem SC Magdeburg wurde erst nach Verlängerung und Sieben- meterwerfen entschieden. 2025 lei- teten Thiyagarajah/Thiyagarajah das Endspiel um den DHB-Pokal der Frau- en, im November/Dezember 2025 vertraten sie den Deutschen Hand- ballbund bei der Frauen-Weltmeister- schaft. „Ramesh und Suresh waren in vielen Spitzenspielen der Männer- und der Frauen-Bundesliga sowie inter- national erfolgreich im Einsatz und haben eine große Final4-Erfahrung“, sagt Jutta Ehrmann, Leiterin Schieds- richterwesen beim DHB. Ihre Premiere beim Frauen-Final4 feierten Ramesh und Suresh Thiyagarajah 2019, als sie wie 2021 und 2022 jeweils ein Halb- finale leiteten. 2024 waren die Brü - der beim Final4 der Männer in Köln für das Halbfinale Füchse Berlin gegen

wie für die Mannschaften auch für die Schiedsrichter ein großes Ziel. Alle vier nominierten Gespanne gehören zu den Topteams im Elitekader“, betont Jutta Ehrmann. SAMSTAG, 18.04.2026 15:45 Uhr: TBV Lemgo Lippe vs. Füchse Berlin Schiedsrichter: Fabian Baumgart/ Philipp Dinges 18:45 Uhr: Bergischer HC vs. SC Magdeburg Schiedsrichter: Marcus Hurst/ Mirko Krag SONNTAG, 19.04.2026 12:45 Uhr: Spiel um Platz 3 Schiedsrichter: Julian Köppl/ Denis Regner 15:45 Uhr: Finale Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah

Fabian Baumgart/Philipp Dinges

Marcus Hurst/Mirko Krag

Julian Köppl/Denis Regner

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EUROPAPOKAL, VERLÄNGERUNGEN, VIDEO- BEWEIS – DIE REGULARIEN DES LIDL FINAL4

Wer qualifiziert sich vom Lidl Final4 für den Europapokal, wann gibt es Ver- längerung, wann Siebenmeterwerfen – und welche Technologien kommen beim Lidl Final4 in der Kölner LANXESS arena zum Einsatz? Diese Fragen wer- den hier beantwortet. Buzzer und Videobeweis In der DAIKIN Handball-Bundesliga und dem Pokal-Finalturnier sind der Auszeit-Buzzer und der Videobeweis längst Standard – und kommen auch beim Lidl Final4 2026 zum Einsatz. Die Situationen, für die Schiedsrichter einen Videobeweis einsetzen können, sind in den Regularien klar definiert. Die Entscheidungen werden in der Hal- le von den Schiedsrichtern verkündet, zudem werden die Videosequenzen, die sich die Schiedsrichter anschauen auf den Videowürfel projiziert, analog zu den Fernsehbildern. Seit dem vergangenen Jahr wird zu- dem die Torlinientechnik mit zwei Ka-

Sollte dieser sich ebenfalls auf ande- rem Wege für die Champions League oder die European League qualifiziert haben, geht der fünfte Europapokal- platz an den Fünftplatzierten der DAI- KIN HBL. Der Sieger des Spiels um Platz drei beim Lidl Final4 2026 qualifiziert sich nicht für den Europapokal. Die An- zahl der europäischen Startplätze kann sich allerdings noch erhöhen, wenn ein deutscher Vertreter die European League gewinnt. Rexel Super Cup Am 22. August 2026 treffen im Münch - ner SAP Garden im dritten gemeinsa- men Rexel Super Cup von DAIKIN HBL und Alsco HBF jeweils die Meister und Pokalsieger der Männer- und Frauen- Bundesligen aufeinander. Der Sieger des Lidl Final4 2026 ist automatisch qualifiziert. Schafft der Pokalsieger auch das Double und wird Meister, qualifiziert sich der Vizemeister für den Rexel Super Cup.

meras in den Toren eingesetzt, mit der die Schiedsrichter überprüfen können, ob ein Ball in vollem Umfang hinter der Torlinie war, beziehungsweise ob der Ball in der regulären Spielzeit hinter der Linie war. Daneben signalisiert die Goal-Light-Technologie den Schieds- richter zum Beispiel eine Auszeit. Verlängerung In den beiden Halbfinalspielen sowie dem Finale folgt eine Verlängerung von 2 x 5 Minuten, wenn die Partie nach der regulären Spielzeit nicht entschieden ist. Steht nach dieser Verlängerung im- mer noch kein Sieger fest, folgt ein Sie- benmeterwerfen. Beim Spiel um Platz 3 folgt sofort ein Siebenmeterwerfen, wenn die Partie nach 60 Minuten noch unentschieden steht. Spiel um Platz drei Am Sonntag wird vor dem DHB-Pokal- finale auch der dritte Platz ausgespielt. Wie auch in den Vorjahren ist das Preis- geld für die vier Teilnehmer je nach Ab- schneiden gestaffelt ist. Ein weiteres Bonbon für den Drittplatzierten: genau wie die beiden Finalteilnehmer über- springt der Dritte des Lidl Final4 2026 eine Pokalrunde und steigt im DHB- Pokal 2026/27 erst im Achtelfinale ein. Europapokalqualifikation Deutschland verfügt über fünf fixe Plätze in den europäischen Wettbe- werben (Champions League und Euro- pean League). Der fünfte Europapokal- platz ist für den Pokalsieger reserviert. Sollte der Pokalsieger sich über die Liga für die Champions League quali- fizieren, rückt der Verlierer des Pokal - finales nach in die European League.

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ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN ZUM DHB-POKAL

Flensburg-Handewitt dreimal in Fol- ge den DHB-Pokal gewonnen (2003- 2005). Der THW war 2013 auch die letzte Mannschaft, die einen Pokalsieg ver- teidigen konnte. Danach haben in elf Auflagen sechs verschiedene Teams den Pokal gewonnen. Und auch dieses Jahr wird sich daran nichts ändern, weil der THW als Titelverteidiger im Viertel- finale gegen Berlin ausschied. Kein Trainer gewann den DHB-Pokal häufiger als Alfred Gislason mit sechs Titeln mit dem THW Kiel (2009, 2011, 2012, 2013, 2017 und 2019). Gislason war zudem der Erste, der den DHB-Po- kal als Spieler (1988 mit TuSem Essen) und später als Trainer gewann. Vier Trainer haben den DHB-Pokal als Spieler und Trainer gewonnen – und einer ist dieses Jahr wieder am Start: Florian Kehrmann (Lemgo/Lemgo), ne- ben Gislason (Essen/Kiel) und Filip Jicha (Kiel/Kiel). Zwei der vier aktuellen Cheftrainer ha- ben den DHB-Pokal bereits gewonnen: Florian Kehrmann 2002 als Spieler des TBV Lemgo und 2020 als Trainer der Ostwestfalen. Bennet Wiegert war als Trainer des SCM 2016 und 2024 DHB- Pokalsieger. DHB-Pokal-Rekordsieger als Spieler ist Christian Zeitz, der sieben Mal mit dem THW Kiel Pokalsieger wurde (2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013 und 2017.

Seit 1975 wird der DHB-Pokal aus- gespielt, seit 1994 wird der Sieger in einem Finalturnier ermittelt. Das erste Turnier fand in Frankfurt statt, bis 2022 war Hamburg Gastgeber, zunächst acht Mal in der Alsterdorfer Sporthal- le, von 2003 bis 2022 in der Barclays Arena. Seit 2023 wird der Sieger in der LANXESS arena Köln ermittelt, seit dem Vorjahr trägt das Turnier erstmals den Namen Lidl Final4. Drei der vier Teilnehmer des Lidl Final4 2026 haben den DHB-Pokal bereits gewonnen. Der TBV Lemgo ist vierfa- cher Pokalsieger (1995, 1997, 2002 und 2021) dreimal steht der SC Magdeburg in der Siegerliste (1996, 2016, 2024). Die Füchse Berlin haben die Trophäe einmal (2014) gewonnen, der Bergische HC könnte hingegen seinen ersten Po- kalsieg feiern. Zum zweiten Mal qualifizierte sich der BHC für ein Pokal-Final4 – und traf 2016 wie heute im Halbfinale auf den SCM, verlor erst nach Verlängerung 33:36. Rekordsieger ist der THW Kiel mit 13 Pokalsiegen (inklusive 2025) vor dem VfL Gummersbach (5). Dahinter folgen die SG Flensburg-Handewitt, der TBV Lemgo und der TV Großwallstadt mit je vier Titeln. Dreimal gelang dem THW Kiel ein Po- kal-Hattrick (1998-2000), 2007-2009, 2011 bis 2013). Daneben hat die SG

Rekordtitelträger Alfred Gislason Gislason und Filip Jicha

Sogar achtmal Mal gewann THW-Trai- ner Jicha den DHB-Pokal: 5x als Spieler (2008, 2009, 2011, 2012 und 2013), 1x als Co-Trainer (2019) und 2x als Chef- trainer (2022, 2025). 15 Tore war die höchste Tordifferenz in einem DHB-Pokal-Finale, als der THW Kiel 1998 den TV Niederwürzbach mit 30:15 besiegte. Knapp dahinter war das 2024er-Finale SC Magdeburg vs. MT Melsungen (30:19). 16 verschiedene Mannschaften haben seit 1975 den DHB-Pokal gewonnen, neun verschiedene Vereine haben sich seit der Einführung des Finalturniers im Jahr 1994 in die Siegerliste einge- tragen (Kiel, Flensburg, Lemgo, Ham- burg, Wallau-Massenheim, Magdeburg, Rhein-Neckar Löwen, Bad Schwartau, Füchse Berlin). 25 verschiedene Vereine haben seit 1975 das Pokalfinale erreicht. Der ein - zige Zweitligist, dem das seit Einfüh- rung des Finalturniers gelang, ist die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 1997. DHB-POKAL-JUBILÄUM Im vergangenen Jahr hat der DHB- Pokal 50-jähriges Jubiläum ge- feiert. Alle Informationen, Videos, Bilder und Stories zu diesem run- den Jubiläum gibt es hier:

Haben den Pokal als Spieler und Trainer gewonnen: Florian Kehrmann und Heiner Brand

15

NR. SPIELER

POSITION

GEBURTSDATUM

NATION

IM VEREIN SEIT

1

Constantin Möstl

TW

01.04.2000

AUT

2024

12

Linus Borreck

TW

05.01.2006

GER

2025

99

Urh Kastelic

TW

27.02.1996

SLO

2022

2

Lukas Hutecek

RL

02.07.2000

AUT

2021

3

Nicolai Theilinger

RR

09.02.1992

GER

2023

4

Samuel Zehnder

LA

29.02.2000

SUI

2022

7

Jan Mudrow

RL

03.03.2007

GER

2025

8

Frederik Simak

RL

24.01.1998

GER

2020

14

Bobby Schagen

RA

13.01.1990

NED

2019

21

Leve Carstensen

LA

18.01.2002

GER

2022

22

Adam Nyfjäll

KM

29.07.1992

SWE

2025

23

Tim Suton

RM

08.05.1996

GER

2016

24

Joël Willecke

KM

23.11.2003

SUI

2025

25

Niels Versteijnen

RR

03.02.2000

NED

2022

28

Hendrik Wagner

RL

15.08.1997

GER

2024

35

Jarnes Faust

RA

26.08.2004

GER

2024

TRAINER: Florian Kehrmann

FINAL4-SIEGE: 4 TEILNAHMEN: 6

FINAL4-HISTORIE

16

TBV LEMGO LIPPE: MIT SONDERTRIKOT UND SELBSTVERTRAUEN NACH KÖLN

bei kommt es zu einer Premiere, denn noch nie standen sich beide Teams bei einem Finalturnier gegenüber. In der aktuellen Saison der DAIKIN Hand- ball-Bundesliga feierte der TBV einen überraschenden 34:33-Hinspielsieg in Berlin – und am vergangenen Sonntag, eine Woche vor dem Pokal-Halbfina - le standen sich beide Teams in Lemgo gegenüber. Beste Werfer in der Liga sind aktuell der Niederländer Niels Versteijnen so- wie Tim Suton, eine ganz starke Saison spielt auch Torwart Constantin Möstl. Im Verfolgerfeld ist der TBV weiter auf Kurs Europapokalplätze. Für Lemgo ist die Teilnahme am Lidl Final4 weit mehr als ein Achtungserfolg. Nach nur drei Tagen war der TBV-Fan- block für das Lidl Final4 in Köln ausver- kauft. Um allen Fans die Chancen zu geben, live dabei zu sein, veranstaltet der TBV ein Pokal-Public-Viewing in der heimischen Phönix-Contact-Are- na. Zudem hat der Verein ein Sonder- trikot fürs Lidl Final4 produziert – als Reminiszenz an die großen Pokalmo- mente des TBV. „Vier Titel, unzählige Gänsehautmomente und Generatio- nen von Pokalhelden – der DHB-Pokal ist fest in der DNA des TBV verankert“. Die Triumphe von 1995, 1997, 2002 und 2020 stehen für große Emotio- nen, leidenschaftliche Auftritte und unvergessliche Tage, die Fans und Ver- ein bis heute verbinden. Genau diese Geschichte greift das Design des Son- dertrikots auf. Vier markante Streifen symbolisieren die vier Pokalsiege. In ihnen verewigt sind die Namen jener Spieler, die diese Erfolge möglich ge- macht und sich ihren Platz in der TBV- Historie gesichert haben.

Der TBV Lemgo Lippe hofft beim Lidl Final4 auf den fünften Pokalsieg der Vereinsgeschichte – und hat in der laufenden Saison den Halbfinalgegner Berlin bereits geschlagen. Zweimal deutscher Meister, aber vier- mal DHB-Pokalsieger: Zum elften Mal steht der TBV Lemgo Lippe in einem Pokalhalbfinale, fünfmal waren die Ostwestfalen im Endspiel und gewan- nen viermal (1995, 1997, 2002 und 2021) den Pokal – nur Gummersbach und Kiel feierten mehr Pokalsiege. Der TBV ist in der laufenden Saison auch eines der Überraschungsteams der Liga, war für mehrere Spieltage Tabellendritter. Auf dem Weg ins Lidl Final4 gewann der TBV zwei NRW-Du- elle, zunächst 36:25 in Hagen, dann 30:27 zuhause gegen den VfL Gum- mersbach. Im Viertelfinale ging es in der Dresdner Ballsporthalle gegen den Ligakonkurrenten SC DHfK Leipzig und am Ende stand ein verdienter 35:27 (14:11)-Erfolg. Matchwinner waren Tor- wart Constantin Möstl mit zehn Para- den sowie Niels Versteijnen als bester Torschütze mit acht Treffern. Trainer Florian Kehrmann hat den DHB- Pokal als Spieler 2002 und als Trainer

Florian Kehrmann nach dem Pokalsieg 2020

2021 gewonnen, beide Male mit „sei- nem“ TBV Lemgo. Vor fünf Jahren hatte der TBV zunächst das Halbfinale gegen den THW Kiel gewonnen und sich dann mit 28:24 gegen die MT Melsungen im Finale durchgesetzt. 2022 war der TBV wieder beim Finalturnier dabei, verlor jedoch das Halbfinale gegen Kiel mit 26:28. Auch für die Premiere des Tur- niers in Köln im Jahr 2023 qualifizierte sich das Kehrmann-Team, verlor das Halbfinale gegen Magdeburg hauch - dünn mit 31:33 und unterlag dann im Spiel um Platz drei gegen die SG Flens- burg-Handewitt 23:28. In der mit rund 20.000 Zuschauern ausverkauften LANXESS arena wartet nun am 18. April der aktuelle Meister Füchse Berlin im Halbfinale. Und da -

Spielt eine starke Saison: Constantin Möstl

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FREDERIK SIMAK: „WIR HABEN SO RICHTIG BOCK AUF DAS TURNIER“

unglaublich. Das war ein perfektes Tur- nier für uns. Und wie sehen Sie die Chancen 2026? Frederik Simak: Ich denke, der SC Mag- deburg und die Füchse Berlin sind die Favoriten, der Bergische HC und wir sind eher die Außenseiter. Aber beim Final4 ist alles möglich – der BHC hat- te zuletzt in der Liga auch fast gegen Magdeburg gewonnen. Das Halbfina - le ist ein Spiel und wenn man da alles

Frederik Simak beim Pokalsieg 2020

reinlegt, ist alles möglich. Wie groß ist Ihre Vorfreude?

Frederik Simak: Bis zur Woche vor dem Turnier war der Fokus natürlich erst einmal auf der Liga und in der Natio- nalmannschaftswoche habe ich auch versucht, den Kopf erst einmal freizu- bekommen. Aber das Lidl Final4 hatte ich natürlich ständig im Hinterkopf, mit jedem Tag wurde die Vorfreude konkreter. Welchen Faktor spielen die Fans bei ei- nem solchen Turnier? Frederik Simak: Sie sind extrem wichtig. Unsere Fans sind ja ligaweit bekannt, sie sind immer eine Rie- senunterstützung. Vielleicht haben bundesweit Kiel und Magdeburg mehr Fans, aber für uns machen sie enorm viel aus. Mal sehen, wofür ihre Unter- stützung in Köln gut ist.

Aus Berlin nach Lemgo – und im Som- mer wieder zurück zu den Füchsen: Frederik Simak kennt beide Vereine des ersten Halbfinales aus dem Effeff. Von 2016 bis 2020 spielte der heu- te 28-Jährige beim Hauptstadtklub, gleich im ersten Jahr beim TBV wurde er DHB-Pokalsieger. Der TBV Lemgo Lippe steht in der Spit- zengruppe der Liga. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf? Frederik Simak: Wir können uns nicht beklagen, wie es läuft. Es macht richtig Spaß, so erfolgreich zu spielen. Welche Bedeutung hat die Teilnahme am Lidl Final4 für Sie persönlich? Frederik Simak: Das Lidl Final4 war unser großes Ziel, das Turnier ist de- finitiv etwas Besonderes. Das ist das größte Handballevent in Deutschland. Die vier Fanlager sorgen für eine tolle Atmosphäre, wir haben so richtig Bock auf das Turnier, denn wir wissen, dass im Pokal alles möglich ist. Ich bin jetzt

zum vierten Mal mit Lemgo am Start, insgesamt zum fünften Mal – und das letzte Mal mit dem TBV. Dass es jetzt ausgerechnet gegen Berlin geht, macht die Sache noch spezieller. Was ist das Besondere? Frederik Simak: Natürlich ist es für mich anders, als wenn wir gegen Mag- deburg oder den Bergischen HC ge- spielt hätten. Das Halbfinale ist eine besondere Situation für mich. Ich kam von den Füchsen nach Lemgo und gehe im Sommer wieder zurück. Ich will die- ses Spiel gewinnen und ins Finale – ab diesem Punkt ist mir der Gegner dann auch egal, aber es sind eben die Füch- se. Haben Sie noch oder wieder Kontakte nach Berlin? Frederik Simak: Ich stehe noch in Kon- takt mit einigen aktuellen und ehema- ligen Spielern und natürlich mit Bob Hanning. Einige Kontakte habe ich auch wieder aufgefrischt, nachdem fest- stand, dass ich zurück zu den Füchsen gehe. Ich freue mich, im Sommer wie- der nach Berlin zurückzukehren. Wie sind Ihre Erinnerungen an den Po- kalsieg 2021? Frederik Simak: Es ist schon außerge- wöhnlich, mit dem TBV Lemgo Lippe den Pokal zu gewinnen, aber der Wett- bewerb schreibt eben seine eigenen Geschichten. Wir haben im Halbfina - le gegen Kiel deutlich hinten gelegen, dann die Partie gedreht und anschlie- ßend das Finale gewonnen – einfach

NR. SPIELER

POSITION

GEBURTSDATUM

NATION

IM VEREIN SEIT

1

Lasse Ludwig

TW TW

29.09.2002 16.03.1996 08.02.1994 27.09.1991 21.11.2001 11.03.1994 05.10.1992 22.01.2001 31.07.2002 08.02.1999 21.08.2002 04.09.1992 29.10.2004 30.03.2002 19.12.1994 19.02.2002 28.08.2004 09.03.1993

GER SRB GER SWE

2019 2019 2010 2022 2025 2020 2025 2025 2019 2022 2019 2025 2024 2019 2024 2023 2025 2018

96

Dejan Milosavljev

3 5 6

Fabian Wiede

RR

Max Darj

KM RA RL LA RM RM

Leo Prantner

ITA

11 14 15 17 19 20 22 24 25 29 34 35 93

Lasse Andersson

DEN

Aitor Ariño

ESP

Tobias Grøndahl

NOR GER DEN

Nils Lichtlein

Mathias Gidsel Tim Freihöfer

RR

LA

GER

Nejc Cehte

RR RL RL KM RA RA KM

SLO

Lauro Pichiri

GER GER AUT FRO GER SRB

Matthes Langhoff Lukas Herburger

Hákun West av Teigum

Max Günther

Mijajlo Marsenić

TRAINER: Nicolej Krickau

FINAL4-SIEGE: 1 TEILNAHMEN: 3

FINAL4-HISTORIE

20

FÜCHSE BERLIN: DER AMTIERENDE MEISTER WILL DEN NÄCHSTEN TITEL

Für Trainer Nicolej Krickau bietet sich beim zweiten Pokal-Auftritt in Köln die Chance auf seinen ersten Titel mit den Berlinern – 2023/24 hatte er die SG Flensburg-Handewitt zum Finalturnier geführt, diesmal soll es mit dem eige- nen Klub bis ganz oben gehen. Auf dem Weg dorthin müssen die Füch- se jedoch zunächst eine Rechnung be- gleichen: In der laufenden Saison der DAIKIN Handball-Bundesliga verloren sie zu Hause gegen den Halbfinalgeg - ner TBV Lemgo Lippe mit 33:34 – die Hauptstädter dürften also vor den Ost- westfalen gewarnt sein. Nach acht Ligasiegen in Folge hatten sich die Berliner zuletzt wieder auf Rang zwei vorgearbeitet, ehe Ende März ein knappes 33:35 im Topspiel gegen den SC Magdeburg die Aufhol- jagd etwas ausbremste. Sollte der Weg ins Finale glücken, könnten die Füchse dort wieder eben jenem SC Magdeburg gegenüberstehen. 2025 gab es diese Konstellation bereits im Champions- League-Finale an gleicher Stelle – da- mals behielt Magdeburg die Oberhand. Beim Lidl Final4 2026 wollen die Berli- ner die Geschichte anders schreiben.

35:30 gegen die HSG Wetzlar, dann beim 38:22 im Achtelfinale gegen den ThSV Eisenach und schließlich im Top- spiel des Viertelfinales, als der Meister im Fuchsbau nach 16:17-Pausenrück- stand mit 32:30 gegen den dann ent- thronten Pokalsieger THW Kiel gewann – und somit die Zebras zum zweiten Mal nach dem Rexel Super Cup in Mün- chen schlug. Dass die Berliner mit breiter Brust nach Köln reisen, liegt nicht zuletzt an eini- gen Akteuren, für die der DHB-Pokal- sieg noch eine besondere Lücke in der Trophäensammlung darstellt. Allen voran Mathias Gidsel: Der dreifache Welthandballer, dreifache Weltmeis- ter, Olympiasieger und Europameister kämpft beim Lidl Final4 um einen der wenigen Titel, den er noch nicht ge- wonnen hat. Torwart Dejan Milosavljev und Rück- raumwerfer Lasse Andersson, die nach dieser Saison ihren Abschied von den Füchsen nehmen werden, träumen ebenfalls von einer weiteren Trophäe – ein Jahr nach der Deutschen Meis- terschaft wäre der Pokal die krönende Ergänzung.

Toptorhüter Dejan Milosavljev

Die Füchse Berlin können zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in ein Po- kal-Finale einziehen und wollen nach 2014 zum zweiten Mal den Pott. Vor dem Halbfinalgegner Lemgo ist man aber gewarnt. Als Reinickendörfer Füchse zog man 1984 ins DHB-Pokal-Finale ein, ver- lor dieses (nach Hin- und Rückspiel) aber gegen den TV Großwallstadt. 30 Jahre später standen die Füchse aus der Hauptstadt wieder in einem Pokal- Endspiel – und feierten im Jahr 2014 durch einen 22:21-Finalerfolg in Ham- burg gegen die SG Flensburg-Hande- witt den bislang einzigen Pokalsieg. 2024 glückte dem Hauptstadtklub zum insgesamt sechsten Mal der Halbfinal - einzug und man feierte die Premiere in Köln, die man nach Niederlagen gegen Magdeburg und Flensburg allerdings auf Rang vier beendete. 2026 nun also der nächste Anlauf. Ein- fach war der Weg zum Lidl Final4 für den amtierenden Meister jedoch kei- neswegs, immerhin trafen die Füchse in der Pokalrunde 2025/26 bisher aus- schließlich auf Erstligisten. Gefreut ha- ben dürften sie sich hingegen über das dreifache Heimrecht: zunächst beim

Wollen nach der ersten Meisterschaft auch ihren ersten Pokalsieg: Mathias Gidsel und Lasse Andersson

21

MATHIAS GIDSEL: „IN KÖLN PASSIEREN OFT UNVORHERSEHBARE DINGE“

auf das Finale gesehen. Magdeburg war über die gesamte Saison hinweg das konstanteste Team in der DAIKIN HBL und ist daher sicherlich einer der Top- favoriten. Gleichzeitig haben aber auch Lemgo und der BHC gezeigt, dass sie für Überraschungen sorgen können. Im Lidl Final4 hat jedes Team realistische Chancen und genau das macht den Wettbewerb so besonders. In der LANXESS arena haben Sie das EM-Finale 2024 und das Champions- League-Finale 2025 verloren. Ist diese Halle bei Ihnen negativ belegt? Mathias Gidsel: Ich verstehe, dass man aus meinen bisherigen Finalerfahrun- gen in der LANXESS arena eine Ge- schichte machen kann, aber ich habe dort auch viele positive Erinnerungen gesammelt. Es ist eine ganz beson- dere Halle, gewissermaßen ein Mekka des Handballs und es gehört dazu, dass man dort sowohl gewinnt als auch ver- liert. Ich freue mich jedes Mal darauf, in Köln zu spielen. Die Atmosphäre, die ausverkaufte Arena und die besondere Sportkultur in Deutschland machen es zu etwas Einzigartigem. Genau für sol- che Momente spielt man Handball.

Der dreifache Welthandballer Mathias Gidsel

Der dreifache Welthandballer Mathias Gidsel hat schon viele Titel gewonnen, er ist Weltmeister, Europameister, Olympiasieger und deutscher Meister – aber der DHB-Pokal fehlt dem Dänen noch in seiner Sammlung. Berlin hat nach der EM-Pause eine tolle Serie hingelegt – sind die Füchse Rich- tung Saison-Höhepunkte in Bestform? Mathias Gidsel: Ich habe das Gefühl, dass wir nach der EM-Pause eine bes- sere Form gefunden haben. Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass wir nahezu den kompletten Kader fit und gesund zur Verfügung hatten, und das hat uns die Möglichkeit gegeben, kons- tanter zu trainieren und unsere Abläufe weiter zu verbessern. Das hat sich di- rekt in unseren Leistungen widerge- spiegelt. Wir gehen in die entscheiden- de Phase der Saison in guter Form, das bedeutet aber nicht, dass wir automa- tisch alles gewinnen – vielmehr geht es am Ende oft um die kleinen Details.

Sie haben fast alle Titel im Handball ge- wonnen. Welche Bedeutung hätte ein Erfolg im DHB-Pokal in dieser Samm- lung? Mathias Gidsel: Ich hatte das Glück, bereits viele Titel zu gewinnen, aber es fehlen mir noch einige – und der DHB- Pokal gehört dazu. Das Lidl Final4 in Köln ist ein ganz besonderes Event und es bedeutet uns Spielern sehr viel, ein Teil davon zu sein. Der gesamte Rah- men macht es zu einem der schöns- ten Turniere überhaupt. Deshalb ist es auch ein Titel, den ich sehr gerne ge- winnen würde –persönlich und mit den Füchsen. Sie haben 2023 ein Pokal-Final4 in Köln gespielt und das Finale verpasst. Dieses Jahr geht es gegen Lemgo. Wie schät- zen Sie den TBV als Gegner ein? Mathias Gidsel: Alle vier Teams sind sehr stark und unser voller Fokus liegt zunächst auf Lemgo. Sie spielen eine sehr gute Saison, und wir treffen eine Woche vor dem Lidl Final4 auf sie, was uns ein erstes Gefühl für das Duell ge- ben kann. Der Pokal hat seinen eigenen Charakter und in Köln passieren oft un- vorhersehbare Dinge. Ich erwarte ein enges und schwieriges Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein wer- den. Läuft alles auf ein Finale Berlin gegen Magdeburg hinaus, oder haben alle vier Final4-Teilnehmer gleiche Chancen? Mathias Gidsel: Magdeburg und Berlin werden wahrscheinlich als Favoriten

23

NR. SPIELER

POSITION

GEBURTSDATUM

NATION

IM VEREIN SEIT

1 2 4 6 8

Christopher Rudeck

TW LA RR

15.10.1994 15.05.1997 17.08.2003 02.07.2006 02.08.2003 19.04.1999 14.02.1994 11.08.2000 28.03.2000 12.08.1999 28.12.1993 08.02.2004 10.06.1998 20.02.2003 25.02.1998 02.03.2001 14.01.2003 15.12.2003 22.09.1997

GER GER GER GER GER FIN LTU NED GER GER CZE EGY GER GER GER GER GER GER GER

2015 2022 2022 2023 2025 2024 2024 2025 2024 2018 2016 2024 2024 2025 2023 2024 2023 2024 2024

Noah Beyer

Elias Scholtes Soeren Servos Nico Schöttle Robin Granlund Gerdas Babarskas

RL RL RL RL

13 14 15 16 18 19 20 23 25 33 46 49 53 77

Lars Kooij

KM TW RA RM

Lukas Diedrich Yannick Fraatz Tomas Babak

Belal Ibrahim Massoud

LA

Joshua Thiele

KM RA

Niklas Michalski

Eloy Morante Maldonado

RL/RM

Julian Fuchs Aron Seesing

RA KM RL RR

Sören Steinhaus

Johannes Wasielewski

TRAINER: Arnor Thor Gunnarsson & Markus Pütz

FINAL4-SIEGE: – TEILNAHMEN: 1

FINAL4-HISTORIE

24

BERGISCHER HC: „DER GRÖSSTE ERFOLG DER LETZTEN ZEHN JAHRE“

gebildet, unterschrieb bis 2028 beim BHC. Mit dem Einzug in das Lidl Final4 2026 hat der Bergische HC ein deutliches Signal gesendet – sportlich wie emo- tional. Natürlich kämpft der Aufsteiger in der DAIKIN HBL noch um den Klas- senerhalt, aber das Turnier in Köln soll auch dafür neue Kräfte freisetzen und ein Zeichen setzen. „Das Ticket nach Köln ist der größte Erfolg der vergange- nen zehn Jahre“, heißt es beim BHC. Die aktuelle Mannschaft verkörpert dabei einen klaren Trend: eine Mischung aus mannschaftlicher Geschlossenheit, taktischer Disziplin und individueller Qualität. Gerade der Erfolg gegen Mel- sungen hat gezeigt, dass der BHC nicht nur mithalten, sondern auch für die ein oder andere Überraschung sorgen kann.

Lidl Final4, der in Pokalrunde eins star- ten musste. Dort setzte man sich in Al- tenhagen deutlich mit 38:24 durch. In Runde zwei war es deutlich enger beim letztjährigen Pokalschreck HSC Coburg (26:23) und im Achtelfinale ging es in der heimischen Unihalle in Wuppertal gegen die Recken der TSV Hannover- Burgdorf sogar in die zweifache Verlän- gerung. Am Ende feierten der BHC und sein Anhang einen 40:38-Erfolg und das erste Pokal-Viertelfinale seit 2016. Vor 3000 Fans in der ausverkauften Uni-Halle war es gegen die favorisierte MT Melsungen vor allem Torwart Chris- topher Rudeck, der für das Ticket nach Köln sorgte: 16 Würfe des Pokalfinalis - ten von 2024 und 2025 wehrte er ab, am Ende stand ein überlegener 30:23 (12:9)-Erfolg des BHC. „Das ist ein gro- ßer Tag. Nicht nur für uns als Mann- schaft, sondern auch für den Ver- ein. Das Lidl Final4 zu erreichen klingt erstmal ein bisschen surreal, ist aber mit diesem Spiel absolut verdient“, sagte Trainer Pütz. Es war ein Auftritt, der sinnbildlich für die aktuelle Saison steht. Der BHC präsentierte sich lei- denschaftlich, defensiv stabil und mit einem überragenden Torhüter. Der Lidl Final4-Einzug setzte auch Kräfte für die Liga frei, gegen den Halb- finalgegner aus Magdeburg kassierte der BHC eine knappe 25:27-Heim- niederlage. Aktuell bester Werfer ist Außen Noah Beyer, der sich mit zwei tollen Auftritten beim Lidl Final4 vom BHC verabschieden will, er wechselt zur neuen Saison zum Handball Sport Verein Hamburg. Dafür hat ein anderer junger Leistungsträger seinen Vertrag frühzeitig verlängert: U21-Weltmeis- ter Sören Steinhaus, in Dormagen aus-

Vertrag verlängert: Sören Steinhaus

Wie 2016 trifft der Bergische HC im Pokal-Halbfinale auf den SC Magde - burg – und ist als Aufsteiger der große Außenseiter gegen den HBL-Tabellen- führer. Was möglich ist, zeigte der BHC im Viertelfinale. 2016 hatte sich der Bergische HC zum bislang einzigen Mal für ein Final4-Tur- nier im DHB-Pokal qualifiziert – und verlor sein Halbfinale hauchdünn mit 33:36 nach Verlängerung gegen den späteren Pokalsieger SC Magdeburg. Zehn Jahre später wiederholt sich die Geschichte, denn nun ist der BHC zum zweiten Mal am Start und wieder heißt der Halbfinalgegner SC Magdeburg. Der Unterschied: Dieses Mal müssen die Fans nicht so weit reisen, statt nach Hamburg geht es vor die Haustür in die LANXESS arena in Köln. Achtmal schied das Team aus dem Bergischen Land, das 2025 den direk- ten Wiederaufstieg in die DAIKIN HBL schaffte, nach 2016 jeweils im Pokal- Achtelfinale aus. Nun ist die Mann - schaft von Markus Pütz und Arnor Thor Gunnarsson wieder da. Die Bergischen Löwen sind der einzige Teilnehmer des

Starker Rück- halt: Christopher Rudeck

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ARNOR THOR GUNNARSSON: „ICH LIEBE DEN POKAL, DENN DA HAST DU NUR ENDSPIELE“

viele Sachen vorbereiten, du hast eine Nacht Zeit, dich auf den zweiten Geg- ner einzustellen. Für die Spieler sind zwei Spiele in 24 Stunden unglaublich anstrengend, aber auch für den Trainer ist es ein hartes Stück Arbeit. Aber wir freuen uns natürlich, dass wir das ma- chen dürfen. Hatten Sie mit einer derartigen Serie im Pokal gerechnet? Arnor Gunnarsson: Ich liebe den Pokal, denn da hast du nur Endspiele. Verlierst du, bist du raus – anders als in der Liga. Wir hatten mit den Recken und Mel- sungen richtig starke Gegner im Ver- gleich zu 2016, als wir bis zum Final4 nur auf Zweitligisten getroffen waren. Wir kamen Schritt für Schritt näher an Köln. Vor allem gegen Melsungen haben wir unglaublich stark gespielt – und gezeigt, dass auch Underdogs bis ins Halbfinale kommen können. Ihre Fans haben eine kurze Anreise. Kommen daher noch mehr BHC-An- hänger? Arnor Gunnarsson: Sie sind in 40 Minu- ten in Köln – für unsere Fans ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Im Gegen- satz zu anderen Teams sind wir nicht jedes Jahr in Köln dabei. 2016 kamen 1200 BHC-Fans nach Hamburg und haben uns unterstützt, das wird jetzt nicht anders. Sie werden alles geben in der LANXESS arena.

Arnor Gunnarsson im Halbfinale 2016

Arnor Gunnarsson trifft zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem Pokal- Halbfinale mit dem Bergischen HC auf den SC Magdeburg. 2016 verpasste er als Spieler das Endspiel hauchdünn, heute sieht er sein Team als den Un- derdog. Vor zehn Jahren standen Sie als Spieler mit dem BHC im Pokalhalbfinale gegen Magdeburg. Wie gut sind Ihre Erinne- rungen noch? Arnor Gunnarsson: Das Spiel ist noch absolut präsent in meinem Kopf. Wir hatten eine starke Abwehr, Torwart Bjöggi Gustavsson war überragend und im Angriff haben wir sehr gedul - dig gespielt. Die Partie ging auf und ab und ich hatte zwei Sekunden vor Ende mit dem letzten Wurf die Chan- ce uns ins Finale zu werfen. Wir mussten alles probieren, aber mein Dreher ging vorbei. Von der Ver- längerung weiß ich nicht mehr so viel, außer dass wir verloren haben.

Nun geht es gegen den gleichen Geg- ner. Ein bisschen verrückt, oder? Arnor Gunnarsson: Das ist Wahnsinn! Da spielt der BHC zweimal in zehn Jah- ren beim Final4 und wir treffen wie - der auf Magdeburg. Allerdings ist der SCM 2026 nicht mit dem von 2016 vergleichbar. Das ist heute die beste Mannschaft der Welt, die alle Titel ge- wonnen hat, viel besser als 2016. Aber dennoch ist es cool, dass wir sie wie- der treffen. Wir sind die Underdogs und haben überhaupt nichts zu verlieren. Aber: im Ligaspiel zuletzt waren wir 57 Minuten auf Augenhöhe, ehe der SCM seine individuelle Klasse und Qualität zeigte. In Köln liegt der Druck daher ganz klar auf dem SCM. Wie groß ist trotz der Außenseiterrolle die Vorfreude? Arnor Gunnarsson: Wir freuen uns un- glaublich auf das Erlebnis Köln. Vor 20.000 Fans in der LANXESS arena zu spielen ist riesig für unsere junge Mannschaft und Gold wert für unseren Verein. Was wird anders für den Trainer Gun- narsson als 2016 für den Spieler Gun- narsson? Arnor Gunnarsson: Markus Pütz und ich sind seit einem Jahr und elf Monaten BHC-Trainer. Wir haben im Vorjahr den Wiederaufstieg in die DAKIN HBL und die Zweitliga-Meisterschaft errungen, jetzt stehen wir im Lidl Final4. Alleine das ist unglaublich. Als Trainer ist es ganz anders als als Spieler, du musst so

27

NR. SPIELER

POSITION

GEBURTSDATUM

NATION

IM VEREIN SEIT

1

Sergey Hernández Ferrer

TW

17.06.1995

ESP

2023

12

Matej Mandić

TW

02.05.2002

CRO

2025

80

Nikola Portner

TW

19.11.1993

CHE

2022

6

Matthias Musche

LA

18.07.1992

GER

2000

7

Felix Claar

RM

05.01.1997

SWE

2023

8

Manuel Zehnder

RM

24.10.1999

CHE

2024

9

Tim Zechel

KM

28.09.1996

GER

2024

10

Gísli Kristjánsson

RM

30.07.1999

ISL

2020

11

Daniel Pettersson

RA

06.05.1992

SWE

2016

14

Ómar Ingi Magnússon

RR

12.03.1997

ISL

2020

17

Tim Hornke

RA

04.08.1990

GER

2019

19

Elvar Örn Jónsson

RM/RL

31.08.1997

ISL

2025

20

Philipp Weber

RM

15.09.1992

GER

2021

21

Albin Lagergren

RR

11.09.1992

SWE

2023

22

Lukas Mertens

LA

22.03.1996

GER

2017

23

Magnus Saugstrup

KM

12.07.1996

DEN

2021

24

Christian O´Sullivan

RM

22.08.1991

NOR

2016

25

Sebastian Barthold

LA

27.08.1991

NOR

2025

54

Oscar Bergendahl

KM

08.03.1995

SWE

2023

TRAINER: Bennet Wiegert

FINAL4-SIEGE: 3 TEILNAHMEN: 8

FINAL4-HISTORIE

28

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